Agenda

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Januar

Stille Stars: Keramik in Film und Werbung

Porzellanikum, Selb / DE
– 26.01.2020
porzellanikon.org 

Das Porzellanikon Selb rückt in der Ausstellung „Stille Stars“ eine Produktkategorie ins Rampenlicht, die im täglichen Leben meist eine Nebenrolle spielt und doch in unserem Alltag allgegenwärtig ist. Die Rede ist von Keramikartikeln, die in Werbespots von Dr. Oetker bis Kellogg’s zur Inszenierung der beworbenen Produkte dienen und in Filmen und Fernsehserien, wie „Pappa ante Portas“, „Pastewka“ oder „Stromberg“ alltägliche Lebenswelten illustrieren. Die Ausstellung untersucht Einsatz und Wirkung von Keramik- und Porzellanartikeln in Medien von den 1930er-Jahren bis heute, um ihre versteckten Botschaften und Codes offenzulegen. Dabei schaut sie nicht nur auf die Darstellung selbst, sondern gewährt Blicke hinter die Kulissen, wenn die Ausstatterin des Films „Grüner wird’s nicht“ anhand von Filmausschnitten die Wahl der jeweiligen Requisiten erläutert.

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Anders Wohnen. Entwürfe für Haus Lange Haus Esters

Haus Lange, Haus Esters, Krefeld / DE
– 26.01.2020
kunstmuseenkrefeld.de 

Das Ausstellungsprojekt „Anders Wohnen“ macht die von Ludwig Mies van der Rohe entworfenen Häuser Lange und Esters zum Gegenstand einer Reflexion über zukünftiges Wohnen und Leben. Als „Zeitzeugen des Neuen Bauens“, so Katia Baudin, Direktorin der Kunstmuseen Krefeld und eine der Kuratorinnen des Projekts, eignen sich Mies van der Rohes Villen besonders als Rahmen für die Arbeiten von 16 beteiligten Künstlern, Architekten und Designern zum Stichwort Utopie. In kritischer Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der digitalen, globalen Gesellschaft wie Ressourcenknappheit und Wohnungsmangel befragen die Werke kritisch menschliche Produktion in Zeiten materiellen Überflusses, die Abgrenzung von öffentlichem und privatem Raum und das Erbe des neuen Bauens im sozialen Wohnungsbau. In drei Akten – Utopie, Mobilität, Dystopie – sollen die Häuser Anstoß für interdisziplinäre Dialoge geben.

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Original Bauhaus. Die Jubiläumsausstellung

Berlinische Galerie / DE
– 27.01.2020
berlinischegalerie.de 

Zum Ende des Bauhaus-Jubiläumsjahres geht die Berlinische Galerie zurück zu den Dingen und greift dazu neben internationalen Leihgebern auf die umfangreiche Sammlung des Bauhaus-Archivs zurück, das die Ausstellung „Original Bauhaus“ konzipierte. Was das Bauhaus ausmachte, soll hier an 14 Schlüsselobjekten gezeigt werden. Im Zentrum steht die für das Bauhaus entscheidende Frage, wie Kunst und Technik zusammen gedacht werden können, wie künstlerische Originalität in Serie reproduzierbar ist. Die gesamte Ausstellung umfasst mehr als 1000 originale Bauhaus-Arbeiten. Neben diesen werfen künstlerische Arbeiten neues Licht auf das 100-jährige Erbe und die Rezeption des Bauhauses, die seinem lediglich 14 Jahre währenden Betrieb gegenüberstehen. Besucher können sich selbst an Übungen aus den Bauhaus-Vorkursen versuchen, denen auch das weitere Workshop-Programm gewidmet ist. Eine Sammlung von Vorkurs-Übungen ist als Übungsbuch neben dem Katalog erhältlich.

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Thonet & Design

Die Neue Sammlung – The Design Museum, Munich / DE
– 02.02.2020
dnstdm.de 

Die Ausstellung „Thonet & Design“ in der Neuen Sammlung in München reflektiert anhand der Unternehmensgeschichte von Thonet 200 Jahre Möbeldesign. Thonet wurde 1819 vom Tischlermeister Michael Thonet gegründet und wurde im Laufe der Zeit zu einem der bedeutendsten Holzmöbelhersteller. In den 1920er-Jahren wendete sich das Unternehmen den damals neuartigen Stahlmöbeln zu, wodurch auch die Verbindung zu verschiedenen Bauhaus-Gestaltern zustande kam. Die Ausstellung zeigt neben den Bugholz- und Stahlrohrmöbeln aber auch Entwürfe zeitgenössischer Designer wie Norman Foster, Stefan Diez, Konstantin Grcic oder Sebastian Herkner. Steffen Kehrle, der die Ausstellung gestaltet hat, entwarf im Rahmen dieser Arbeit außerdem ein Sitzmöbel für die Neue Sammlung.

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Reflex Bauhaus

Die Neue Sammlung – The Design Museum, München / DE
– 02.02.2020
dnstdm.de 

Das hundertjährige Jubiläum des Bauhauses 2019 wird weltweit in einer Vielzahl von Ausstellungen und Projekten begangen. Auch die Neue Sammlung in München nimmt sich der Thematik an und betont gleichzeitig die eigene historische Verbundenheit, entstanden direkt nach der Museumsgründung 1925. „Reflex Bauhaus. 40 Objects – 5 Conversations“ präsentiert in diesem Zusammenhang nicht nur eine Vielzahl originaler Objekte aus dem Bestand der Sammlung, darunter Textilien, Möbel, Leuchten und Keramik, sondern setzt sie auch mit zeitgenössischen Arbeiten in Kontext. Hierfür wurden fünf Künstler eingeladen, eine Position in Dialog mit einem der Exponate zu entwickeln: die Designerin Ayzit Bostan,e Lyrikerin Barbara Köhler, die Architektin Anupama Kundoo, der Komponist Junya Oikawa und die Künstlerin Sofie Thorsen. So soll den Besuchern „die Lesbarkeit von überlieferter Herkunft und heutiger Reflexion“ ermöglicht werden.

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Fotografik: Klein, Ifert, Zamecznik

Museum für Gestaltung Zürich, Toni-Areal / CH
– 09.02.2020
museum-gestaltung.ch 

Die zahlreichen technischen Neuerungen der Nachkriegszeit regten viele Künstler und Gestalter zum Experimentieren an. Auf diese Weise entstanden viele der bisher nur selten ausgestellten Arbeiten des Fotografen William Klein und der Grafiker Gérard Ifert und Wojciech Zamecznik. Diese sind nun im Museum für Gestaltung Zürich zu sehen. Die Werke weisen unter anderem Einflüsse der konkreten und kinetischen Kunst und der fotografischen Experimente der modernen Avantgarde auf. Die drei Gestalter schufen neuartige und abstrakte Ausdrucksformen, welche schließlich auch in der Alltagsgrafik Anwendung fanden.

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Wissen in Bildern – Informationsdesign heute

Museum für Gestaltung Zürich, Toni-Areal / DE
– 16.02.2020
museum-gestaltung.ch 

Kung-Fu und Design, Roboterechsen auf dem Cover der Fachzeitschrift Nature – das Museum für Gestaltung Zürich zieht in der Ausstellung „Wissen in Bildern“ vielfältige Verbindungslinien, die Informationsdesign heute eröffnet. So erfassen Sarah Kenderdine und Jeffrey Shaw per Motion Capturing die Kung-Fu-Tradition der chinesischen Hakka-Kultur und machen sie in einer interaktiven Installation erfahrbar. Forscher der HU Berlin digitalisierten die Fossilien einer Urzeit-Echse, um an einem 3-D-gedruckten Roboter dessen Laufbewegung nachzuvollziehen. Sei es der Linienplan für das Projekt einer Rundbahn durch die Pariser Banlieues, der von Integral Ruedi Baur entgegen aller geographischen Gegebenheiten als perfekter Kreis gestaltet ist, oder die visuelle Vermittlung der Folgen des Klimawandels für die Gletscher durch Virtual Reality – der Anspruch ans Informationsdesign ist die möglichst eindeutige Vermittlung komplexer Sachverhalte. Da die Objektivität solcher Gestaltung ein ebenso großes Potenzial zur Manipulation birgt, verlangt es nach einer eigenen Ethik. Dieser nähert sich die Ausstellung über Kai Krauses Arbeit „The True Size of Africa“, in der der Designer die verzerrte Darstellung der Größenunterschiede von Kontinenten auf der Weltkarte zurechtrückt.

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Mary Quant

Victoria & Albert Museum, London / GB
– 16.02.2020
vam.ac.uk 

Als Mutter des Minirocks hat sich Mary Quant in die Modegeschichte des 20. Jahrhunderts eingeschrieben, im Februar 2019 feierte die Designerin ihren 85. Geburtstag. Jetzt widmet ihr das V&A eine Ausstellung, die sich auf ihre prägendsten Jahre zwischen 1955 und 1975 konzentriert, in denen Quant aus ihrer Boutique Bazaar heraus neben dem Minirock mit bunten Strumpfhosen, Regenmänteln aus PVC und maßgeschneiderten Hosen die Mode einer ganzen Generation und den Look des Swinging London prägte. Das Museum greift nicht nur auf die eigene, größte öffentliche Sammlung von Quants Stücken zurück, sondern startete einen landesweiten Aufruf nach Kleidung von Privatbesitzern. 35 Objekte haben es so in die Ausstellung geschafft, die neben den persönlichen Geschichten und Fotos von Frauen in ihrer Lieblingskleidung gezeigt werden.

 

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Kalter Krieg und Architektur

Architekturzentrum Wien / AT
– 24.02.2020
azw.at 

Nach dem zweiten Weltkrieg unterzog sich Österreich nicht nur einem politischen Systemwechsel, sondern war auch Schauplatz des Aufeinandertreffens der vier Siegermächte und des Ost-West Konfliktes im Kalten Krieg – was sich nicht zuletzt im Stadtbild niederschlug. Großbritannien, die USA, Frankreich und die Sowjetunion trafen im besetzten Wien aufeinander und somit auch deren unterschiedliche Ideologien. Angelehnt an die Besatzungszonen ist die Ausstellung in vier entsprechende Teile untergliedert, welche die jeweilige kulturelle Selbstdarstellung der Besatzer darlegen sollen. Dafür stellt das Architekturzentrum Wien Fotografien, Pläne, Filme und Originalzeichnungen aus, die teilweise noch nie gezeigt wurden und die Unterschiede in den Sektoren verdeutlichen.

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Charlotte Perriand: Inventing a New World

Foundation Louis Vuitton, Paris / FR
– 24.02.2020
fondationlouisvuitton.fr 

Zehn Jahre lang arbeitete Charlotte Perriand als Partnerin im Architekturbüro Le Corbusiers, gemeinsam mit dessen Neffen Pierre Jeanneret. In dieser Zeit entstanden einige der ikonischsten Werke modernen französischen Designs wie der Klubsessel Grand Confort No. LC2 (1928), der Stahlrohrstuhl Basculant No. B301 (1928) oder die Chaiselongue No. B306 (ebenfalls 1928). Die enge Zusammenarbeit macht eine genaue Bestimmung der Autorenschaft unmöglich, laut Perriand selbst arbeiteten die drei zusammen „wie die Finger einer Hand“. Über diese Zusammenarbeit hinaus, hebt die Ausstellung in der Stiftung Louis Vuitton anlässlich des 20. Todestages Charlotte Perriands nun die besondere Rolle der Architektin und Designerin für das moderne französische Interieur hervor.

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Tutto. Perspektiven italienischer Kunst

Sammlung Goetz, München / DE
– 29.02.2020
sammlung-goetz.de 

„Tutto. Perspektiven italienischer Kunst“ gibt anhand von Malerei und Fotografie einen Einblick in verschiedene künstlerische Ansätze und behandelt neben Leinwand- und Materialexperimenten die Beziehung zwischen Bild und Text in experimentellen Arbeiten auf Papier sowie in konzeptueller Fotografie zwischen den 1960er- und 1970er-Jahren. Außerdem zeigt die Ausstellung Fotografien, Plakate, Einladungen, Arbeitsnotizen und Objekte aus den Archiven der beteiligten Künstlerinnen und Künstler und wird ergänzt durch Objekte aus Muranoglas und Leihgaben italienischen Designs aus der Neuen Sammlung.

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Design of the Third Reich

Design Museum Den Bosch, ’s-Hertogenbosch / NL
– 01.03.2020
designmuseum.nl 
 

2008 befasste sich Andreas Koop in seinem Buch „NSCI“ mit der visuellen Gestaltung der Nationalsozialisten. Das Design Museum Den Bosch widmet der Gestaltung des Dritten Reichs nun eine Ausstellung. Wo vielerorts die positive Kraft des Designs, gesellschaftliche Veränderung zu bewirken gerühmt wird, sieht das Museum die Pflicht einer kritischen Betrachtung der Disziplin darin, ebenso ihre negativen Potenziale herauszustellen. Zwar beherrschte es das Dritte Reich, sich visuell kraftvoll zu inszenieren – von der Architektur Albert Speers über die Olympischen Spiele 1936 bis hin zu den Filmen Leni Riefenstahls, die Ausstellung lenkt den Blick aber vor allem auf die Widersprüche, die seiner Gestaltungsideologie zugrunde liegen. Da stehen sich ein streng gefilterter Traditionalismus und gleichzeitige Zukunftsfanatik, Romantik- und Technikbegeisterung gegenüber. Die Ausstellung zeigt die NS-Gestaltung an Architektur, Möbeln, Zeitschriften und Lehrbüchern. Ein generationsübergreifendes Besucherprogramm begleitet die Ausstellung.

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All-Over. Neues Grafikdesign aus den Niederlanden

Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg / DE
– 01.03.2020
mkg-hamburg.de 

Die zwei niederländischen Designer Harmen Liemburg und Richard Niessen arbeiteten nach ihrem Grafikdesign Studium an der Gerrit Rietveld-Akademie in Amsterdam vier Jahre lang als „Golden Masters“ zusammen und entdeckten damals die Technik des Siebdrucks für sich. In ihren Arbeiten spielen sie mit starken Farben und Mustern und entwickeln ausdrucksstarke All-over-Strukturen. Seit dem Ende ihrer Ateliergemeinschaft 2002 arbeiten die beiden Gestalter eigenständig als freie Grafikdesigner und produzieren bis heute qualitativ hochwertige Siebdrucke. Das Museum für Kunst und Gewerbe zeigt bis zum 5. Januar 2020 rund 70 Plakate und über 30 kleinformatige Drucke der zwei Designer aus den vergangenen zwanzig Jahren.

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Ryoji Ikeda. data-verse

Kunstmuseum Wolfsburg / DE
– 29.03.2020
kunstmuseum-wolfsburg.de 

Die Ausstellung zeigt erstmals gemeinsam zwei großformatige Arbeiten aus der data-verse-Trilogie Ryoji Ikedas deren erster Teil dieses Jahr bereits auf der Biennale in Venedig zu sehen war. Die Visualisierungen spannen einen Bogen von mikroskopischen bis hin zu galaktischen Dimensionen. Hierfür bereitete der Künstler sowohl Daten der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) als auch solche der NASA zu Sonnensystem, Galaxien und möglichen Multiversen ästhetisch auf. Dazwischen präsentiert Ikeda Bildsequenzen des Körpers, des Gehirns, von Städten, Klimazonen, Flugverkehr und Satelliten. Seine Visualisierungen geben einen Eindruck von den Datenmengen, die unseren Alltag im Zeitalter der Digitalisierung bestimmen.

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Sagmeister & Walsh: Beauty

Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg / DE
– 26.04.2020
mkg-hamburg.de 

Um zu beweisen, dass Schönheit mehr ist als reine Oberflächlichkeit, laden Stefan Sagmester und Jessica Walsh mit multimedialen und multisensorischen Installationen und Objekten dazu ein, sich mit den verschiedenen Facetten dieses Begriffs auseinanderzusetzen: von digitalen Experimenten zur Symmetrie über das sinnliche Erleben von Klang, Farbe und Duft bis hin zu der Frage, was einen Menschen für andere anziehend macht. Beispiele aus den Bereichen Grafik, Produktdesign, Architektur und Stadtplanung verdeutlichen die positiven Effekte von Schönheit.

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Step by Step. Schuh.Design im Wandel

Ledermuseum , Offenbach / DE
– 31.05.2020
ledermuseum.de  

Mit den Schuhen, in die wir jeden Tag spätestens beim Verlassen des Hauses schlüpfen, drücken wir immer etwas aus. Sollen sie Wohlstand demonstrieren, erotisch wirken oder unauffällig daherkommen – Schuhe können einiges über uns aussagen. Das Deutsche Ledermuseum in Offenbach zeigt im Rahmen der Ausstellung „Step by Step. Schuh.Design im Wandel“ über 15.000 Objekte, davon 150 aus aller Welt stammende Schuhpaare. Von ungewöhnlichen Modellen wie sibirischen Kinderschuhen aus Lachsleder bis hin zu Designer-High-Heels von Jimmy Choo zeigt die Ausstellung, wie vielfältig Schuhwerk sein kann.

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Spitzen des Art Déco. Porzellan im Zackenstil

Grassi Museum Museum für Angewandte Kunst, Leipzig / DE
– 11.10.2020
grassimak.de 

Wer einmal das Grassi Museum besucht hat, seine spitzwinklige Art-déco-Ornamentik bewundert und in der zackenbrüchigen Pfeilerhalle gestanden hat, wird wissen, dass es bei dem Wort Spitze nicht immer gleich um Textilien geht. Denn die formale Ästhetik der Architektur des Museums findet sich auch in den Porzellanprodukten der 1920er- und 1930er-Jahre. Die Ausstellung zeigt Produkte aus den Porzellanmanufakturen der Zwischenkriegsjahre, deren expressive, beinah expressionistische Formgebung Spitzen und Zacken als zentrales Gestaltungselement einsetzen. Wie vielfältig die Ergebnisse ausfallen, zeigen die rund 400 Objekte aus drei Sammlungen im entsprechenden Ambiente: in der Pfeilerhalle des Grassi Museums.

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Februar

Reflex Bauhaus

Die Neue Sammlung – The Design Museum, München / DE
– 02.02.2020
dnstdm.de 

Das hundertjährige Jubiläum des Bauhauses 2019 wird weltweit in einer Vielzahl von Ausstellungen und Projekten begangen. Auch die Neue Sammlung in München nimmt sich der Thematik an und betont gleichzeitig die eigene historische Verbundenheit, entstanden direkt nach der Museumsgründung 1925. „Reflex Bauhaus. 40 Objects – 5 Conversations“ präsentiert in diesem Zusammenhang nicht nur eine Vielzahl originaler Objekte aus dem Bestand der Sammlung, darunter Textilien, Möbel, Leuchten und Keramik, sondern setzt sie auch mit zeitgenössischen Arbeiten in Kontext. Hierfür wurden fünf Künstler eingeladen, eine Position in Dialog mit einem der Exponate zu entwickeln: die Designerin Ayzit Bostan,e Lyrikerin Barbara Köhler, die Architektin Anupama Kundoo, der Komponist Junya Oikawa und die Künstlerin Sofie Thorsen. So soll den Besuchern „die Lesbarkeit von überlieferter Herkunft und heutiger Reflexion“ ermöglicht werden.

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Thonet & Design

Die Neue Sammlung – The Design Museum, Munich / DE
– 02.02.2020
dnstdm.de 

Die Ausstellung „Thonet & Design“ in der Neuen Sammlung in München reflektiert anhand der Unternehmensgeschichte von Thonet 200 Jahre Möbeldesign. Thonet wurde 1819 vom Tischlermeister Michael Thonet gegründet und wurde im Laufe der Zeit zu einem der bedeutendsten Holzmöbelhersteller. In den 1920er-Jahren wendete sich das Unternehmen den damals neuartigen Stahlmöbeln zu, wodurch auch die Verbindung zu verschiedenen Bauhaus-Gestaltern zustande kam. Die Ausstellung zeigt neben den Bugholz- und Stahlrohrmöbeln aber auch Entwürfe zeitgenössischer Designer wie Norman Foster, Stefan Diez, Konstantin Grcic oder Sebastian Herkner. Steffen Kehrle, der die Ausstellung gestaltet hat, entwarf im Rahmen dieser Arbeit außerdem ein Sitzmöbel für die Neue Sammlung.

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Fotografik: Klein, Ifert, Zamecznik

Museum für Gestaltung Zürich, Toni-Areal / CH
– 09.02.2020
museum-gestaltung.ch 

Die zahlreichen technischen Neuerungen der Nachkriegszeit regten viele Künstler und Gestalter zum Experimentieren an. Auf diese Weise entstanden viele der bisher nur selten ausgestellten Arbeiten des Fotografen William Klein und der Grafiker Gérard Ifert und Wojciech Zamecznik. Diese sind nun im Museum für Gestaltung Zürich zu sehen. Die Werke weisen unter anderem Einflüsse der konkreten und kinetischen Kunst und der fotografischen Experimente der modernen Avantgarde auf. Die drei Gestalter schufen neuartige und abstrakte Ausdrucksformen, welche schließlich auch in der Alltagsgrafik Anwendung fanden.

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Mary Quant

Victoria & Albert Museum, London / GB
– 16.02.2020
vam.ac.uk 

Als Mutter des Minirocks hat sich Mary Quant in die Modegeschichte des 20. Jahrhunderts eingeschrieben, im Februar 2019 feierte die Designerin ihren 85. Geburtstag. Jetzt widmet ihr das V&A eine Ausstellung, die sich auf ihre prägendsten Jahre zwischen 1955 und 1975 konzentriert, in denen Quant aus ihrer Boutique Bazaar heraus neben dem Minirock mit bunten Strumpfhosen, Regenmänteln aus PVC und maßgeschneiderten Hosen die Mode einer ganzen Generation und den Look des Swinging London prägte. Das Museum greift nicht nur auf die eigene, größte öffentliche Sammlung von Quants Stücken zurück, sondern startete einen landesweiten Aufruf nach Kleidung von Privatbesitzern. 35 Objekte haben es so in die Ausstellung geschafft, die neben den persönlichen Geschichten und Fotos von Frauen in ihrer Lieblingskleidung gezeigt werden.

 

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Wissen in Bildern – Informationsdesign heute

Museum für Gestaltung Zürich, Toni-Areal / DE
– 16.02.2020
museum-gestaltung.ch 

Kung-Fu und Design, Roboterechsen auf dem Cover der Fachzeitschrift Nature – das Museum für Gestaltung Zürich zieht in der Ausstellung „Wissen in Bildern“ vielfältige Verbindungslinien, die Informationsdesign heute eröffnet. So erfassen Sarah Kenderdine und Jeffrey Shaw per Motion Capturing die Kung-Fu-Tradition der chinesischen Hakka-Kultur und machen sie in einer interaktiven Installation erfahrbar. Forscher der HU Berlin digitalisierten die Fossilien einer Urzeit-Echse, um an einem 3-D-gedruckten Roboter dessen Laufbewegung nachzuvollziehen. Sei es der Linienplan für das Projekt einer Rundbahn durch die Pariser Banlieues, der von Integral Ruedi Baur entgegen aller geographischen Gegebenheiten als perfekter Kreis gestaltet ist, oder die visuelle Vermittlung der Folgen des Klimawandels für die Gletscher durch Virtual Reality – der Anspruch ans Informationsdesign ist die möglichst eindeutige Vermittlung komplexer Sachverhalte. Da die Objektivität solcher Gestaltung ein ebenso großes Potenzial zur Manipulation birgt, verlangt es nach einer eigenen Ethik. Dieser nähert sich die Ausstellung über Kai Krauses Arbeit „The True Size of Africa“, in der der Designer die verzerrte Darstellung der Größenunterschiede von Kontinenten auf der Weltkarte zurechtrückt.

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Charlotte Perriand: Inventing a New World

Foundation Louis Vuitton, Paris / FR
– 24.02.2020
fondationlouisvuitton.fr 

Zehn Jahre lang arbeitete Charlotte Perriand als Partnerin im Architekturbüro Le Corbusiers, gemeinsam mit dessen Neffen Pierre Jeanneret. In dieser Zeit entstanden einige der ikonischsten Werke modernen französischen Designs wie der Klubsessel Grand Confort No. LC2 (1928), der Stahlrohrstuhl Basculant No. B301 (1928) oder die Chaiselongue No. B306 (ebenfalls 1928). Die enge Zusammenarbeit macht eine genaue Bestimmung der Autorenschaft unmöglich, laut Perriand selbst arbeiteten die drei zusammen „wie die Finger einer Hand“. Über diese Zusammenarbeit hinaus, hebt die Ausstellung in der Stiftung Louis Vuitton anlässlich des 20. Todestages Charlotte Perriands nun die besondere Rolle der Architektin und Designerin für das moderne französische Interieur hervor.

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Kalter Krieg und Architektur

Architekturzentrum Wien / AT
– 24.02.2020
azw.at 

Nach dem zweiten Weltkrieg unterzog sich Österreich nicht nur einem politischen Systemwechsel, sondern war auch Schauplatz des Aufeinandertreffens der vier Siegermächte und des Ost-West Konfliktes im Kalten Krieg – was sich nicht zuletzt im Stadtbild niederschlug. Großbritannien, die USA, Frankreich und die Sowjetunion trafen im besetzten Wien aufeinander und somit auch deren unterschiedliche Ideologien. Angelehnt an die Besatzungszonen ist die Ausstellung in vier entsprechende Teile untergliedert, welche die jeweilige kulturelle Selbstdarstellung der Besatzer darlegen sollen. Dafür stellt das Architekturzentrum Wien Fotografien, Pläne, Filme und Originalzeichnungen aus, die teilweise noch nie gezeigt wurden und die Unterschiede in den Sektoren verdeutlichen.

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Tutto. Perspektiven italienischer Kunst

Sammlung Goetz, München / DE
– 29.02.2020
sammlung-goetz.de 

„Tutto. Perspektiven italienischer Kunst“ gibt anhand von Malerei und Fotografie einen Einblick in verschiedene künstlerische Ansätze und behandelt neben Leinwand- und Materialexperimenten die Beziehung zwischen Bild und Text in experimentellen Arbeiten auf Papier sowie in konzeptueller Fotografie zwischen den 1960er- und 1970er-Jahren. Außerdem zeigt die Ausstellung Fotografien, Plakate, Einladungen, Arbeitsnotizen und Objekte aus den Archiven der beteiligten Künstlerinnen und Künstler und wird ergänzt durch Objekte aus Muranoglas und Leihgaben italienischen Designs aus der Neuen Sammlung.

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Design of the Third Reich

Design Museum Den Bosch, ’s-Hertogenbosch / NL
– 01.03.2020
designmuseum.nl 
 

2008 befasste sich Andreas Koop in seinem Buch „NSCI“ mit der visuellen Gestaltung der Nationalsozialisten. Das Design Museum Den Bosch widmet der Gestaltung des Dritten Reichs nun eine Ausstellung. Wo vielerorts die positive Kraft des Designs, gesellschaftliche Veränderung zu bewirken gerühmt wird, sieht das Museum die Pflicht einer kritischen Betrachtung der Disziplin darin, ebenso ihre negativen Potenziale herauszustellen. Zwar beherrschte es das Dritte Reich, sich visuell kraftvoll zu inszenieren – von der Architektur Albert Speers über die Olympischen Spiele 1936 bis hin zu den Filmen Leni Riefenstahls, die Ausstellung lenkt den Blick aber vor allem auf die Widersprüche, die seiner Gestaltungsideologie zugrunde liegen. Da stehen sich ein streng gefilterter Traditionalismus und gleichzeitige Zukunftsfanatik, Romantik- und Technikbegeisterung gegenüber. Die Ausstellung zeigt die NS-Gestaltung an Architektur, Möbeln, Zeitschriften und Lehrbüchern. Ein generationsübergreifendes Besucherprogramm begleitet die Ausstellung.

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All-Over. Neues Grafikdesign aus den Niederlanden

Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg / DE
– 01.03.2020
mkg-hamburg.de 

Die zwei niederländischen Designer Harmen Liemburg und Richard Niessen arbeiteten nach ihrem Grafikdesign Studium an der Gerrit Rietveld-Akademie in Amsterdam vier Jahre lang als „Golden Masters“ zusammen und entdeckten damals die Technik des Siebdrucks für sich. In ihren Arbeiten spielen sie mit starken Farben und Mustern und entwickeln ausdrucksstarke All-over-Strukturen. Seit dem Ende ihrer Ateliergemeinschaft 2002 arbeiten die beiden Gestalter eigenständig als freie Grafikdesigner und produzieren bis heute qualitativ hochwertige Siebdrucke. Das Museum für Kunst und Gewerbe zeigt bis zum 5. Januar 2020 rund 70 Plakate und über 30 kleinformatige Drucke der zwei Designer aus den vergangenen zwanzig Jahren.

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Ryoji Ikeda. data-verse

Kunstmuseum Wolfsburg / DE
– 29.03.2020
kunstmuseum-wolfsburg.de 

Die Ausstellung zeigt erstmals gemeinsam zwei großformatige Arbeiten aus der data-verse-Trilogie Ryoji Ikedas deren erster Teil dieses Jahr bereits auf der Biennale in Venedig zu sehen war. Die Visualisierungen spannen einen Bogen von mikroskopischen bis hin zu galaktischen Dimensionen. Hierfür bereitete der Künstler sowohl Daten der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) als auch solche der NASA zu Sonnensystem, Galaxien und möglichen Multiversen ästhetisch auf. Dazwischen präsentiert Ikeda Bildsequenzen des Körpers, des Gehirns, von Städten, Klimazonen, Flugverkehr und Satelliten. Seine Visualisierungen geben einen Eindruck von den Datenmengen, die unseren Alltag im Zeitalter der Digitalisierung bestimmen.

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Sagmeister & Walsh: Beauty

Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg / DE
– 26.04.2020
mkg-hamburg.de 

Um zu beweisen, dass Schönheit mehr ist als reine Oberflächlichkeit, laden Stefan Sagmester und Jessica Walsh mit multimedialen und multisensorischen Installationen und Objekten dazu ein, sich mit den verschiedenen Facetten dieses Begriffs auseinanderzusetzen: von digitalen Experimenten zur Symmetrie über das sinnliche Erleben von Klang, Farbe und Duft bis hin zu der Frage, was einen Menschen für andere anziehend macht. Beispiele aus den Bereichen Grafik, Produktdesign, Architektur und Stadtplanung verdeutlichen die positiven Effekte von Schönheit.

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Step by Step. Schuh.Design im Wandel

Ledermuseum , Offenbach / DE
– 31.05.2020
ledermuseum.de  

Mit den Schuhen, in die wir jeden Tag spätestens beim Verlassen des Hauses schlüpfen, drücken wir immer etwas aus. Sollen sie Wohlstand demonstrieren, erotisch wirken oder unauffällig daherkommen – Schuhe können einiges über uns aussagen. Das Deutsche Ledermuseum in Offenbach zeigt im Rahmen der Ausstellung „Step by Step. Schuh.Design im Wandel“ über 15.000 Objekte, davon 150 aus aller Welt stammende Schuhpaare. Von ungewöhnlichen Modellen wie sibirischen Kinderschuhen aus Lachsleder bis hin zu Designer-High-Heels von Jimmy Choo zeigt die Ausstellung, wie vielfältig Schuhwerk sein kann.

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Spitzen des Art Déco. Porzellan im Zackenstil

Grassi Museum Museum für Angewandte Kunst, Leipzig / DE
– 11.10.2020
grassimak.de 

Wer einmal das Grassi Museum besucht hat, seine spitzwinklige Art-déco-Ornamentik bewundert und in der zackenbrüchigen Pfeilerhalle gestanden hat, wird wissen, dass es bei dem Wort Spitze nicht immer gleich um Textilien geht. Denn die formale Ästhetik der Architektur des Museums findet sich auch in den Porzellanprodukten der 1920er- und 1930er-Jahre. Die Ausstellung zeigt Produkte aus den Porzellanmanufakturen der Zwischenkriegsjahre, deren expressive, beinah expressionistische Formgebung Spitzen und Zacken als zentrales Gestaltungselement einsetzen. Wie vielfältig die Ergebnisse ausfallen, zeigen die rund 400 Objekte aus drei Sammlungen im entsprechenden Ambiente: in der Pfeilerhalle des Grassi Museums.

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Nº 284
Region of Design – Germany’s East

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