Nº 269

Spielen


Jan/Feb 2017

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Eine Tätigkeit, die Groß und Klein ein Leben lang begeistert, ist das Spielen, welchem Johan Huizinga bereits 1938 in seinem Buch „Homo ludens“ eine zentrale Rolle innerhalb kultureller Prozesse zusprach. Ob beim Sport, im Theater oder bei Gesellschaftsspielen, es geht meistens um das Erlernen und Erproben bestimmter Handlungs- und Verhaltensweisen, die gestaltet oder sich vom Design zunutze gemacht werden können.

Erschienen am 16. Dezember 2016
132 Seiten, Deutsch/Englisch, € 16,90 (DE)

Mitarbeiter dieser Ausgabe

Benjamin H. Bratton

Crytek

Mathias Fuchs

Sebastian Jacobi

Lieselotte van Leeuwen

Moniker

Anja Neidhardt

Gerd Ohlhauser

Julia Sommerfeld

Jörg Stürzebecher

Emma Wessel

Redaktion

Carolin Blöink

Johanna Christner

Susanne Heinlein

Stephan Ott

Franziska Porsch

Giovanna Reder

Sarah Schmitt

Jessica Sicking

Marie-Kathrin Zettl

Mitarbeiter dieser Ausgabe

Benjamin H. Bratton, Crytek, Mathias Fuchs, Sebastian Jacobi, Lieselotte van Leeuwen, Moniker, Anja Neidhardt, Gerd Ohlhauser, Julia Sommerfeld, Jörg Stürzebecher, Emma Wessel

Redaktion

Carolin Blöink, Johanna Christner, Susanne Heinlein, Stephan Ott, Franziska Porsch, Giovanna Reder, Sarah Schmitt, Jessica Sicking, Marie-Kathrin Zettl

2017 feiern wir das 60-jährige Bestehen der form. Ein stolzes Jubiläum, das wir zum Anlass nehmen eine Positionsbestimmung vorzunehmen. In den historischen Ausgaben wählen wir aus einem Jahrzehnt jeweils einen Ausgangspunkt, einen Artikel, einen Leserbrief, ein Bild, ein Cover etc. aus. Mit Reportagen, Essays, Interviews, aber auch mit rein gestalterischen Mitteln wie Illustrationen, Grafiken oder Fotografien aus der Welt des Designs begeben wir uns dann in den sechs Ausgaben des Jahres 2017 auf die Suche nach aktuellen Antrieben und Antreibern.

 

Impuls des ersten Beitrags ist die heute noch lesenswerte, vierteilige form-Serie „Design Geschichte“, die 1964/65 in den Ausgaben 26, 27, 28 und 30 erschienen ist. Ihr Autor, der heute noch tätige Industriedesigner Herbert Lindinger, zur damaligen Zeit unter anderem Dozent an der HfG Ulm (1962–1968), spannt hier einen bemerkenswert weiten designhistorischen Bogen.

Dem zur Seite stellen wir eine Reportage über den Designsammler Sebastian Jacobi. Deren Idee ist es, an den Teil des Erinnerns zu erinnern, der ohne eine geschichtsklitternde Glorifizierung der oft bemühten „guten alten Zeiten“ auskommt. Kein Früher-war-alles-Besser, sondern ein kluger Blick in die Historie, der die ein oder andere neue Perspektive eröffnet. So, wie es Herbert Lindinger mit seiner „Design Geschichte“ vorgemacht hat.

revisit.form.de

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Weitere Artikel der Ausgabe

Editorial

Text: Stephan Ott

Mit zwei Konzepten scheint man derzeit in der Medienbranche wenig falsch zu machen. Zum einen versprechen „Magazine zur Entschleunigung“ (so nennt sie das Branchenblatt W und V), wie Landlust, Happinez oder Flow hohe Auflagenzahlen. Zum anderen kommen einfach gestrickte Formate wie The Grand Tour, ein Aufguss der britischen Erfolgsserie Top Gear, die Amazon derzeit mit einem zweistelligen Millionenbetrag in den Sattel hebt, gut an. Da fährt ein dreiköpfiges Moderatorenteam, angeführt von Jeremy Clarkson, ein Pöbler, der gerne auch mal handgreiflich wird, mit PS-starken Autos oft deutscher Herkunft durch aller Herren Länder. Das alles ist weitestgehend sinnfrei. Thematisch mögen beide Konzepte nichts miteinander zu tun haben, ein gemeinsames Motto lässt sich dennoch finden: „Nichts wie raus aus dem Alltag.“ Selbst schlichte Fragen – an die Entschleuniger, wer denn wann und wie all die wunderhübschen Gärtchen anlegen soll, die es da zu bestaunen gibt, oder an die Bolide-Verehrer, was denn heutzutage noch das ganze benzinschwangere Gequatsche soll – sind völlig unangebracht. Seichtigkeit verkauft sich eben leicht.

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Filter:

Web brutal

Text: Sarah Schmitt

Die Ansprüche an das heutige Webdesign wachsen stetig mit den technologischen Neuerungen der Webentwicklung. Die einfache und intuitive Benutzerführung durch eine inhaltsorientierte Gestaltung der Oberfläche steht dabei im Vordergrund. In der Vergangenheit haben sich so gestalterische Konventionen etabliert und das Nutzerverhalten geprägt. Eine aktuelle Designbewegung entzieht sich diesen Konventionen, verzichtet auf zeitgenössische Stilmittel in der Gestaltung und bedient sich stattdessen Strukturen und Gestaltungselementen aus den Anfängen des Internets.

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Focus:

Studio Moniker
Rules of the Game

Interview: Carolin Blöink, Sarah Schmitt

Übersetzung: Jessica Sicking

Das in Amsterdam ansässige Studio Moniker um Luna Maurer und Roel Wouters – 2012 noch in Zusammenarbeit mit Jonathan Puckey gegründet – ist sicherlich einer der Hauptakteure des partizipativen Designs, und verfolgt das Ziel, den User auf spielerische Art und Weise in den Gestaltungsprozess zu integrieren. Die Arbeit des Studios dreht sich seither um das interaktive Experiment als Gestaltungsmittel, das vielmehr das Vorgehen und die damit verbundenen Bedingungen ins Zentrum rückt als das finale medienspezifische Ergebnis. Zu den Resultaten tragen stets Externe bei, die sich innerhalb eines von Moniker definierten Regelwerks via manueller Zeichnungen, per Mauscursor oder physischer Bewegung an der Kreation von Musikvideos, musealen Installationen oder digitalen Kampagnen beteiligen. Welche Herausforderungen eine solche Arbeitsweise mit sich bringt und welche Rolle studiointerne Experimentalworkshops immer noch spielen, haben uns Luna Maurer und Roel Wouters im Gespräch verraten.

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Files:

Private Utopias

Text: Anja Neidhardt

Der 1882 geborene Maler Rik Wouters arbeitete oft im Wohnzimmer, nicht nur, weil das Licht dort besser war als in seinem Atelier (das sich in derselben Wohnung befand), sondern auch, weil er dort seine Inspiration fand. Es war der Mittelpunkt des häuslichen Glücks, das er mit seiner Frau Nel teilte. Ob lesend, bügelnd, kochend oder aus dem Fenster schauend – sie taucht immer wieder als Motiv in seinen Gemälden auf. Ihre Lebensfreude und die Liebe, die er für sie empfand, waren grundlegend für Wouters Werke, in denen er ihr gemeinsames, privates Leben aus Komfort, Sicherheit und Geborgenheit porträtierte. In ihrem Zuhause inspirierten sich Wohnen und Arbeiten gegenseitig. Die Vielfalt und Reichhaltigkeit, die beide in ihrem privaten Leben sahen und sehen wollten (sie hatten sich bewusst für eine positive Sicht entschieden), waren Grundlage sowohl für ihr gegenwärtiges Glück als auch für ihr Streben nach einem dauerhaften „guten“ Leben.

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Cluster

Research

Text: Anja Neidhardt

Fairs

Text: Susanne Heinlein

Agenda

Ausstellungen, Messen, Festivals, Veranstaltungen, Konferenzen, Symposien und Wettbewerbe

Text: Lieselotte van Leeuwen

Text: Giovanna Reder

Interview: Susanne Heinlein, Stephan Ott

Text: Mathias Fuchs

Text: Franziska Porsch

Text: Stephan Ott

Revisiting the Past 1/6

Text: Stephan Ott

Archive

Text: Jörg Stürzebecher

Discourse

Text: Benjamin H. Bratton

Material

Text: Gerd Ohlhauser

Media

Neue Bücher, DVDs, Magazine, Webseiten und Apps

Text: Franziska Porsch

Text: Stephan Ott

Revisiting the Past 1/6

Text: Stephan Ott

Archive

Text: Jörg Stürzebecher

Discourse

Text: Benjamin H. Bratton

Media

Neue Bücher, DVDs, Magazine, Webseiten und Apps

Material

Text: Gerd Ohlhauser

Cluster

Research

Text: Anja Neidhardt

Fairs

Text: Susanne Heinlein

Agenda

Ausstellungen, Messen, Festivals, Veranstaltungen, Konferenzen, Symposien und Wettbewerbe

Text: Lieselotte van Leeuwen

Text: Giovanna Reder

Interview: Susanne Heinlein, Stephan Ott

Text: Mathias Fuchs

Text: Franziska Porsch

Text: Stephan Ott

Revisiting the Past 1/6

Text: Stephan Ott

Archive

Text: Jörg Stürzebecher

Discourse

Text: Benjamin H. Bratton

Material

Text: Gerd Ohlhauser

Media

Neue Bücher, DVDs, Magazine, Webseiten und Apps

Preview: Nº 270
Land of Design South Korea
Mar/Apr 2017

Jaemin Lee, Matter, poster for 8th group exhibition of Korean Society of Typography

Südkorea gehört zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften weltweit. Vor allem in der Kommunikationstechnologie, der Automobilindustrie und im Schiffsbau, zum Teil aber auch in der Schwerindustrie, beispielsweise der Stahlerzeugung, sind südkoreanische Unternehmen führend. In der nächsten Ausgabe untersuchen wir, welche Rolle das Design für diese rasante Entwicklung spielt. Darüber hinaus stellen wir südkoreanische Nachwuchsdesigner vor und gehen der Frage nach, welche Folgen sich durch Datenüberfluss und die permanente Nutzung von mobilen Endgeräten gerade in einer Gesellschaft ergeben, die trotz aller technologischer Entwicklung noch stark in traditionellen Strukturen verhaftet ist.

Außerdem widmen wir uns der Geschichte der Nachhaltigkeit im Design, beschäftigen uns mit der Rolle von Designgalerien, erkundigen uns nach den derzeitigen Entwicklungen im Textilbereich und geben einen Ausblick auf die Euroshop-Messe in Düsseldorf. Im zweiten Teil unserer Jubiläumsreihe fragen wir nach dem aktuellen Stand in der Funktionalismusdebatte.

 

form 270 erscheint am 16. Februar 2017.