25. Internationaler BFF-Förderpreis & Reinhart-Wolf-Preis

Haus der Wirtschaft Baden-Württemberg, Stuttgart

– 9. Februar 2014

bff.de


Gestern, am 10. Januar, wurden die Preisträger des Internationalen BFF-Förderpreises & Reinhart-Wolf-Preises in Stuttgart bekannt gegeben. Mit einem Preisgeld von insgesamt 12.500 Euro wurden die besten Hochschularbeiten im Bereich Fotografie prämiert. Das herausragendste Werk erhielt zusätzlich als „Best of the Best“ den Reinhart-Wolf-Preis sowie die einjährige Leihgabe der Kamera Leica M9.




Alleine von 1988 bis 2013 bewarben sich insgesamt 2500 Absolventen von 150 Hochschulen aus 27 Ländern für den BFF-Förderpreis. In diesem Jahr besprachen die Juroren insgesamt 95 Einreichungen, aus denen sie die fünf besten Fotoprojekte auswählten, die nun bis zum 9. Februar im Haus der Wirtschaft Baden-Württemberg in Stuttgart zu sehen sind.

 

Juroren:

 

Jutta Buer (Reinhart-Wolf-Stiftung, München),

Anna Gripp (Redaktion/Photonews, Hamburg),

Claudia Kempf (Fotografin, Wuppertal / Preisträgerin des 10. BFF-Förderpreises 1997),

Andreas Kronawitt (stern Photodirector, Hamburg), Prof. Manfred Schmalriede,

Michael Trippel (Fotograf, Berlin / Preisträger des 4. BFF-Förderpreises 1991)

Götz Ulmer (Geschäftsführer Kreation, Jung von Matt/Alster, Hamburg)

 

Preisträger:

 

Benjamin Zibner „Rites de Passage“

Folkwang Universität der Künste Essen, Prof. Elke Seeger

„Best of the Best“ und Gewinner des Reinhart-Wolf-Preises

 

Zibner geht in seinem dokumentarischen und gleichzeitig inszenierten Projekt der Frage nach „Was bedeutet es, in der heutigen Zeit Jugendlicher zu sein?“. In Essen, Berlin, Hamburg und Neapel arbeitete er dafür mit Jugendlichen im öffentlichen Räumen zusammen und legte dabei besonderen Wert auf die Gesten und Posen der Jugendlichen. Während seiner Arbeit verstand Zibner sich selbst „als dokumentierender Zeuge, der in das Geschehen eintaucht, Nahansichten liefert und Indizien sammelt, als Autor, der Geschichten erzählt und als Regisseur, der diese Geschichten auf subtile Weise inszeniert“.

 

Sebastian Keitel „Provisonal Installations“

Fachhochschule Bielefeld, Prof. Axel Grünewald

 

Keitel widmet sich fotografisch in seinem Abschlussprojekt den Bewohnern und ihren Behausungen in den Slums von Dhaka. Von Ende Februar bis Mitte Mai 2012 war er dafür in Begleitung eines engagierten Einheimischen in den Slums unterwegs und hielt die sich ihm eröffnende Armut fotografisch fest. 

 

 

Paul Koncewicz „Paul / Paweł“

Fachhochschule Bielefeld, Prof. Axel Grünewald

 

Koncew entwirft in seinem zweiteiligen Buchprojekt sein persönliches deutsch-polnisches Familienportrait. Nach der Scheidung seiner Eltern, zieht er mit seiner Mutter nach Deutschland.  In seiner Abschlussarbeit geht er seinen deutschen und polnischen Wurzeln auf den Grund und vermischt eigene Fotografien mit älteren Bildern aus Familienalben.

 

Carlotta Poloni „Demens“ (lat. „ohne Geist“)

Hochschule für angewandte Wissenschaften München, Dozent Klaus Demuth

 

Polonis Mutter ist seit vielen Jahren an Alzheimer erkrankt. In ihrem Buch setzt die Fotografin sich objektiv und visuell mit der Krankheit auseinander, indem sie medizinische Informationen mit Zitaten von Erkrankten und emotional abstrakten Fotogrammen mischt. Ihre abstrakten Fotoarbeiten realisierte sie mit analogen Techniken.

 

Fabian Weiß „Wolfskinder“

University of the Arts London, Dozent Paul Lowe

 

Für sein Buchprojekt beschäftigt sich Weiß mit Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen, die von ihren Eltern getrennt leben oder in Jugendheimen in Deutschland und im Ausland beherbergt sind.  Er besuchte Heime in Polen, Österreich und Schweden und verbrachte abseits  des städtischen Trubels eine intensive Zeit mit den Jugendlichen.

 

 


Shop

Nº 273
Designing Protest

form Design Magazine


Grid one form273 cover 1200 Jetzt bestellen