Bundespreis Ecodesign.
Gewinner 2016

Bundesumweltministerium, Berlin

28. November 2016

bundespreis-ecodesign.de






Nachhaltigkeit ist eines der brisantesten Themen unserer Zeit, dem immer mehr Aufmerksamkeit zuteil wird. Ökologisches Design oder Ecodesign beschäftigt sich mit der Möglichkeit, Produkte und deren Entwicklung so zu gestalten, dass geringstmögliche Umweltbelastungen entstehen. Darüberhinaus geht es um die Möglichkeit, mit einem Produkt systemverbessernd zu wirken. So kann Nachhaltigkeit auch einen ökonomisch positiven Einfluss auf die Wirtschaft nehmen und dazu führen, dass ein Unternehmen Geld spart. Dahingehend stil- und technologiebildend für die Wirtschaft zu sein, ist der Anspruch des Bundespreis Ecodesign.

 

Der vom Internationalen Design Zentrum Berlin organisierte Wettbewerb wurde vom Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt gegründet, um Innovationen im Bereich Nachhaltigkeit zu unterstützen und publik zu machen und so ökologisches Design zu fördern. Beworben haben sich Unternehmen, Designagenturen, Start-ups und Studierende mit fortschrittlichen Konzepte, sodass sich auch in diesem Jahr unter den Preisträgern innovative Produkte und visionäre Lösungen finden. All diese Projekte haben eines gemeinsam: sie wollen vorausdenken, um gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung mit Produkten zu fördern, die ökologisch sinnvoll und gut gestaltet sind.

 

 

Preisträger in der Kategorie Produkt sind:

 

PuroWin: Die Firma Windhager entwickelte einen Hackgutvergaser, der nahezu emissionslos heizen kann und zusätzlich platzsparend gestaltet ist, sodass sich die Heizanlage auch für Privathaushalte eignet. Das Ziel ist eine verstärkte Nutzung nachhaltiger Wärmeversorgung.

 

Bundespreis Ecodesign 2016 | Hackgutvergaser PuroWIN (Preisträger in der Kategorie Produkt) from Bundespreis Ecodesign on Vimeo.

 

 

Climatex Collection: Innovative, Cradle-to-Cradle-zertifizierte Stoffe produziert die Climatex AG. Dabei werden Natur- und Kunstfasern so verbunden, dass sie sortenrein getrennt und in biologische und technische Kreisläufe zurückgeführt werden können. Die Stoffe sind nicht nur langlebig und nachhaltig, sondern beinhalten auch eine innovative Gewebetechnologie, die Feuchtigkeit und Temperatur reguliert und so langfristig Energiekosten senkt.

 

Bundespreis Ecodesign 2016 | Climatex Collection (Preisträger in der Kategorie Produkt) from Bundespreis Ecodesign on Vimeo.

 

 

Cool Coatings: Durch Sonneneinstrahlung werden Kraftfahrzeuge aufgeheizt, wobei die daraufhin benötigte Klimatisierung den Kraftstoffverbrauch und den CO2-Ausstoß erhöht. Um das zu verhindern, hat das Unternehmen BASF Lacke entwickelt, die Wärme nicht absorbieren, sondern reflektieren und so den Innenraum bis zu 4 Grad Celsius kühler halten.

 

Bundespreis Ecodesign 2016 | Cool Coatings (Preisträger in der Kategorie Produkt) from Bundespreis Ecodesign on Vimeo.

 

 

All Weather Coat: Dieser aus Biobaumwolle in der Schweiz gefertigte Mantel erfüllt allein durch eine spezielle Webetechnik eine wasserabweisende Funktion. Der von Development Never Stops und Qwstion überzeugend gestaltete „All Weather Coat“ verzichtet auf die Verwendung von Chemikalien in der Produktion und ist zusätzlich so gestaltet, dass Verschleißteile leicht ersetzt werden können, was zu seiner Langlebigkeit beiträgt.

 

Bundespreis Ecodesign 2016 | ALL WEATHER COAT (Preisträger in der Kategorie Produkt) from Bundespreis Ecodesign on Vimeo.

 

 

Preisträger in der Kategorie Konzept ist:

 

Bionische Trennwand: Die Bionische Trennwand von Airbus ist ein repräsentatives Projekt für die Verwendung von generativer Gestaltung und additiver Fertigung. Die für den Flugverkehr entwickelte Trennwand führt durch die verzweigte Struktur zu einer Gewichtsersparnis von rund 45 Prozent, was zu einer CO2-Einsparung von jährlich zehn Tonnen pro Flugzeug führen würde.

 

Bundespreis Ecodesign 2016 | Bionische Trennwand (Preisträger in der Kategorie Konzept) from Bundespreis Ecodesign on Vimeo.

 

 

Preisträger in der Kategorie Nachwuchs sind:

 

Breathing Skins: Tobias Becker entwickelte mit „Breathing Skins“ eine innovative Fassadentechnologie, die nicht statisch ist, sondern als bewegendes, den Raum beeinflussendes Objekt wahrgenommen wird – eine atmende Fassade. In seinem Projekt ist es die Architektur selbst, die Luft, Licht, Schall und Wärme im Raum reguliert und so einen neuen Blick auf die Möglichkeiten von Nachhaltigkeit im Raum wirft.

 

Bundespreis Ecodesign 2016 | Breathing Skins (Preisträger in der Kategorie Nachwuchs) from Bundespreis Ecodesign on Vimeo.

 

 

Pacific Garbage Screening: Der Plastikmüll, der im Meer landet, wird durch Strömungen zusammengetrieben und bildet dort sogenannte „Müllstrudel“. Um diese zu entfernen, entwickelte Marcella Hansch das Projekt „Pacific Garbage Screening“, eine Plattform, die das Plastik aus dem Wasser filtert. Mit dem gewonnenen Material soll biologisch abbaubarer Kunststoff gewonnen werden.

 

Bundespreis Ecodesign 2016 | Pacific Garbage Screening (Preisträger in der Kategorie Nachwuchs) from Bundespreis Ecodesign on Vimeo.

 

 

Sustainability and Other Stories: Die von Mayya Saliba entworfene Modekollektion setzt sich damit auseinander, wie Kleidungsstücke, die nur von kurzer Dauer sind, wieder vollständig in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden können. Dafür setzt sie bei ihren Kleidungsstücken unterschiedlichste Materialien und Prozesse ein, von Cradle-to-Cradle über kompostierbare Textilien bis hin zu Ananasfasern.

 

Bundespreis Ecodesign 2016 | Sustainability and other stories (Preisträger in der Kategorie Nachwuchs) from Bundespreis Ecodesign on Vimeo.



















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