Chapeau!

Wien Museum
– 30. Oktober 2016
wienmuseum.at


Kopfbedeckungen bieten Schutz gegen Witterung und Verletzungen und lassen darüber hinaus auch Rückschlüsse auf kulturelle, religiöse oder politische Zugehörigkeiten zu. Die aktuelle Ausstellung „Chapeau!“ im Wien Museum thematisiert die „Sozialgeschichte des bedeckten Kopfes“ von 1848 bis heute. 




Die Ausstellung „Chapeau“ mit Fokus auf Kopfbedeckungen der Wiener (Mode-)Geschichte setzt sich aus fünf verschiedenen Schwerpunkten zusammen. So thematisiert „Hut auf! – Politische Köpfe“ die politische Symbolkraft der Zylinder und Kalabreser im Kontext des Konflikts zwischen der Bourgeoisie und dem Proletariat im Revolutionsjahr 1848. Einen Einblick in die Frauenbewegung des 20. Jahrhunderts zusammen mit einer Auswahl von Hüten aus dem Privatbesitz der Schriftstellerin Elfriede Gerstl gibt der Schwerpunkt „Hut ab? – Kopfsache Emanzipation“. Dagegen spielen Kopftücher wie sie von modernen Musliminnen oder russisch-orthodoxen Kirchgängerinnen getragen werden in „Hüte dich! – Religion auf den Köpfen“ eine tragende Rolle. Die mit aufgestickten Perlen, Samtbändern und Seidenblüten von Arbeiterinnen in Hutmanufakturen hergestellten Kreationen für die Neureichen und Adeligen des ausgehenden 19. Jahrhunderts sind in „Die ‚besseren’ Hüte der Gesellschaft“ zusammengefasst. Wohingegen der Schwerpunkt „Gut behütet – Wiener Mode für den Kopf“ die zahlreichen Hutmacherwerkstätten, Fabriken und Hutgeschäfte in Wien gegen Ende der Monarchie thematisiert. „Chapeau. Die Sozialgeschichte des bedeckten Kopfes“ umfasst 100 Hüte und andere Kopfbedeckungen aus der umfangreichen Modesammlung des Wiener Museums und von verschiedenen Leihgebern. 




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