Constant – New Babylon

Gemeentemuseum, Den Haag
– 25. September 2016

gemeentemuseum.nl

 


Der niederländische Künstler Constant Nieuwenhuys (1920–2005), vor allem bekannt unter dem Namen Constant, war Teil der Künstlerbewegung Cobra. Er drückte seine Ideen in einem der größten und visionärsten künstlerischen Projekte in der Nachkriegszeit aus. Sein Projekt „New Babylon“, an dem er etwa 20 Jahre lang arbeitete, ist nach wie vor eine große Inspirationsquelle und wird aktuell erstmals in so umfangreicher Form im Gemeentemuseum in Den Haag ausgestellt.




Der Großteil der Arbeiten und Objekte, die das umfangreiche Werk New Babylon umfassen, ist Teil der Sammlung des Gemeentemuseums, das zu diesem Zweck sehr eng mit der Stiftung Constant zusammenarbeitet. Viel Forschungsarbeit wurde an den Objekten der Sammlung geleistet, sodass eine der größten Ausstellungen zum Thema „New Babylon“ entstehen konnte.

Constant erlebte den Wiederaufbau Europas im Nachklang des Zweiten Weltkriegs und wurde in den 1950er-Jahren Zeuge neuer Automatisierungsformen, die die Gesellschaft stark verändern sollten. Aus seiner Feder stammen Architekturmodelle, Karten, Malereien, Kleinkonstruktionen, Drucke, Filme, Texte, temporäre Installationen und Vorträge, die der Welt zeigen sollten, wie eine potentielle Zukunft aussehen könnte. Constant glaubte daran, dass, sobald der Mensch von seiner auferlegten Arbeit befreit würde, sich die Gesellschaft verstärkt zu einer Gesellschaft des Homo Ludens (dem spielenden Menschen) entwickeln könne, in der jeder seine individuellen kreativen Ausprägungen ausleben könne. Neben den nahezu standardisierten Städten würden auch alternative Landschaften entstehen.

Seine Vision des New Babylon blieb jedoch fluide – weitestgehend machte Constant Vorschläge für potentielle Organisationsformen in der Zukunft, die sich durch folgendes Zitat recht gut zusammenfassen lassen: “Everything should remain possible; everything should be able to happen. The environment will be shaped by the activities of life, not vice versa.” [Alles sollte möglich bleiben; alles sollte die Chance haben, passieren zu können. Die Umwelt wird durch die Aktivitäten des Lebens geprägt und nicht anders herum.]

Nach einer Ausstellung Constants im Gemeentemuseum im Jahr 1974, ließ er viele Arbeiten des New Babylon-Projekts im Museum, die über die vergangenen Jahre noch durch weitere Objekte ergänzt wurden. Die aktuelle Ausstellung ist demnach umfangreicher als vorangegangene und befasst sich vor allem mit dem spielerischen Aspekt von New Babylon.

 

Begleitend zur Ausstellung erscheint auch ein ausführlicher Katalog mit Texten von Laura Stamps, Rem Koolhaas, Willemijn Stokvis, Mark Wigley, Pascal Gielen, Trudy van der Horst und Constant selbst. Außerdem entwickelte Maranke Rinck ein Kinderbuch über Constant, das von Martijn van der Linden illustriert wurde.



















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