Design-Kodex

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Eide oder Gelübde kennt man aus unterschiedlichen Disziplinen: der Medizin, dem Recht oder der Politik. Auf der What Design Can Do-Konferenz im Mai diesen Jahres stellte der niederländische Designjournalist Jeroen Junte die Frage, warum es eigentlich keinen moralischen Kodex für Designer gäbe. Schließlich entwerfen Designer nicht nur Produkte und Prozesse, die unseren gesamten Alltag maßgeblich bestimmen, sondern setzen sich auch immer mehr mit weitreichenden gesellschaftlichen Dilemmata auseinander. Junte stellte allerdings nicht nur die Forderung nach einem solchen Eid, sondern präsentierte auch einen ersten Entwurf, den wir im Folgenden vorstellen.

Dass Design sich heutzutage mehr und mehr mit ethischen Fragestellungen und Handlungsweisen konfrontiert sieht, ist ebenfalls Schwerpunktthema unserer nächsten Ausgabe. form 260 erscheint am 16. Juni 2015.




 

Ich gelobe auf ehrliche, offene und transparente Art und Weise zu arbeiten.

 

Ich werde die Interessen der Gesellschaft, der Nutzer, der Auftraggeber und deren Angestellter sorgfältig in Betracht ziehen.

 

Ich werde nichts entwerfen, das für den Nutzer schädlich ist, noch werde ich etwas entwerfen mit dem Ziel, andere zu schädigen.

 

Ich werde nichts entwerfen, das auf Kinderarbeit oder irgendeiner anderen Form von der Ausnutzung basiert.

 

Ich werde keinen Entwurf machen, der auf schädlichen oder ausgeschöpften Ressourcen beruht.

 

Ich werde mich von verschwenderischer Nutzung von Energie, Rohstoffen und Arbeit distanzieren.

 

Ich respektiere die kreative Unabhängigkeit von anderen Designern.

 

Ich erkenne die Grenzen meines eigenen Berufsstands an.

 

Das verspreche ich.



















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Die Kunst mit dem Zeichen

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Dossier
Ethik
Jahr
2015
Disziplin
Designtheorie
Ausgabe
form 260
Links
whatdesigncando.com

Text: Jessica Sicking