Deutschland gegen Frankreich. Der Kampf um den Stil 1900–1930

Bröhan-Museum, Berlin

– 11. September 2016

broehan-museum.de

 


Das Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich war bis in das 20. Jahrhundert hinein nicht nur aus politischer Sicht äußerst angespannt. Auch im Hinblick auf Design und angewandte Kunst kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen den benachbarten Nationen, in denen der Streit um neue Wohn- und Lebenskonzepte offen ausgetragen wurde. Dieser „Kampf um den Stil“ zwischen 1900 und 1930 wird noch bis 11. September 2016 in einer Ausstellung im Bröhan-Museum in Berlin thematisiert.




Der Fokus liegt auf der Gegenüberstellung des deutschen und französischen Jugendstils mit der Zuspitzung der Stilkämpfe in den 1920er-Jahren, die das Spannungsverhältnis der beiden Länder zwischen künstlerischem Austausch und nationaler Konkurrenz verdeutlichen. Gezeigt werden Grafiken sowie Metall-, Glas- und Keramikobjekte aus Jugendstil, Art Déco, Bauhaus und Funktionalismus mit bekannten Vertretern der Künstlerkolonie Mathildenhöhe in Darmstadt, des Neuen Frankfurts sowie des Deutschen Werkbundes und der Gruppe Union des Artistes Modernes. Zu sehen sind Werke von Künstlern wie August Endell, Willi Baumeister, Hans Christiansen, Joseph Maria Olbrich, Louis Majorelle, René Lalique, Alfons Mucha, Ludwig Mies van der Rohe, Henry van de Velde, Marcel Breuer, Jean Emile Puiforcat, Le Corbusier oder auch Jean Prouvé.

 

Das Begleitprogramm umfasst neben Workshops auch Kuratorenführungen sowie die Konzertreihe „Junge Musiker begegnen dem Jugendstil“, die thematisch auf die Ausstellung abgestimmt ist. Kommende Veranstaltungen des Bröhan-Museums sind das Sommerfest am 21. Juli sowie die „Lange Nacht der Museen“ am 27. August. 


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