Finding Vivian Maier

Kinostart in Deutschland: 26. Juni 2014

findingvivianmaier.com


Eine Zwangsversteigerung in Chicago, ein junger Immobilienmakler auf der Suche nach historischen Stadtaufnahmen und eine Kiste voller ungesichteter Negative – so beginnt die Entdeckung der Fotografin Vivian Maier. Heute, sieben Jahre später, begeistert ihr Werk Kritiker und Publikum, wurde international ausgestellt und bereits in mehreren Publikationen dokumentiert. Der Film Finding Vivian Maier beschreibt diese ungewöhnliche Geschichte.




Für 380 Dollar ersteigerte John Maloof im Jahr 2007 einen Teil der Arbeiten Vivian Maiers – ohne die geringste Ahnung welchen Fund er soeben gemacht hatte. Da ihm die Bilder gefielen, veröffentlichte er einige von ihnen auf einem Blog und löste damit eine Welle von begeisterten Reaktionen aus. So verschrieb er sich der Suche nach der unbekannten Künstlerin und ihrem fotografischen Erbe.

Vivian Maier (1926–2009) bezeichnete sich selbst als „eine Art Spionin“. Der seltsame Vergleich hat seine Berechtigung: Sie lebte zurückgezogen, war verschlossen und menschenscheu. Dass sie neben ihrer 40-jährigen Tätigkeit als Nanny in Chicago ein fotografisches Werk von mehr als 150.000 Aufnahmen anhäufte, bemerkte niemand, nicht einmal die Familien, bei denen sie wohnte. Vorzugsweise arbeitete sie mit einer Rolleiflex, wohl auch, weil sich so der direkte Blickkontakt vermeiden ließ.

Vivian Maier dokumentierte in ihren Fotografien das Leben auf der Straße: feine Damen der Upper-Class, spielende Kinder, Arbeiter, Liebespaare, Greise und Obdachlose. Auf ihren Streifzügen durch die Stadt, auf denen sie die Kinder häufig begleiteten, schreckte sie nicht vor den gefährlichsten Gegenden Chicagos zurück und hielt fest, was ihre Aufmerksamkeit erregte.

In Finding Vivian Maier begibt sich John Maloof auf eine Spurensuche, die ihn bis nach Frankreich führt. Der Film versucht ein Bild von der unnahbaren Frau und ihrer Arbeit zu zeichnen und lässt Bekannte und Familien aus ihrer Zeit als Nanny zu Wort kommen.

 

Vivian Maier verstarb 2009 und hat den Ruhm um ihre Fotografien nicht miterleben können. Doch wie eine Freundin im Film sagt: „She would have hated every minute of it. She would never have let this happen.“ [Sie hätte es gehasst. Sie hätte es nie zugelassen.]

 

 



















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