Food Revolution 5.0

Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

– 29. Oktober 2017

food.mkg-hamburg.de


Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg zeigt in der Ausstellung „food revolution 5.0“, welchen Herausforderungen die globale Wachstumsgesellschaft mit der zukünftigen Nahrungsmittelversorgung gegenübersteht. In fünf Erzählsträngen werden die Faktoren, die uns zu einem anderen Umgang mit Nahrungsmitteln bewegen könnten, detailliert dargestellt und darauf eingehende gestalterische Lösungsansätze präsentiert. 




Die Ausstellung kommuniziert klar die Beobachtung eines grundlegenden Problems der derzeitigen Beziehung unserer Gesellschaft zum Essen. Durch die Entkopplung der Erzeugung von dem Konsum jener Nahrungsmittel, die täglich auf dem Teller landen, geht der Blick für die folgenreichen Produktionsprozesse verloren. Um diese wieder sichtbar zu machen, werden die Besucher durch fünf verschiedene Stationen geleitet, die den Weg nachempfinden, den ein industrielles Nahrungsprodukt durchläuft.

Die Kapitel Farm, Markt, Küche und Tisch legen durch Fotoserien und Infotafeln die unsichtbaren Folgen offen, die untrennbar mit dem Konsum industriell produzierter Lebensmittel verbunden sind. Parallel werden aus den dargestellten Erkenntnissen Schlüsse gezogen und durch Ideen und Konzepte namhafter Designer gezeigt, welche Wege es für einen alternativen Umgang mit Essen geben kann.

Ergänzend wurden internationale Hochschulen dazu eingeladen, in dem Themenraum Labor zukunftsweisende Konzepte für die Ausstellung zu erstellen, die das Essen in einer Zukunft illustrieren, in der knappe Ressourcen und die Wachstumsgesellschaft die bestimmenden Faktoren für die Lebensmittelproduktion sind.

Die Auseinandersetzung betont die Komplexität des Themas und erzählt sowohl von den globalen wirtschaftlichen Zusammenhängen der Agrarpolitik, als auch von unserer sensiblen kulturellen Beziehung zum Essen. In der heutigen Gesellschaft gilt Essen als ein Ausdruck des Lebensstils und kann als kreatives Mittel zur Selbstdarstellung ebenso genutzt werden wie als Ersatzreligion. In Teilbereichen wird so die Frage, ob es genügend Essen gibt, durch die Frage, was das richtige Essen ist, ersetzt. Nahrungsmittelkonsum spiegelt also innergesellschaftliche Konflikte gleichsam auf einer politischen wie unpolitischen Ebene wider. Um der Vielfältigkeit der Thematik gerecht zu werden, beauftragte das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg namhafte Designer – unter anderen Werner Aisslinger, Martí Guixé, Isabel Mager, Andrea Staudacher und Marije Vogelzang – neue Arbeiten für die Ausstellung zu entwickeln.

Insgesamt werden die Arbeiten von mehr als 30 internationalen Designern gezeigt. Das Spektrum der Arbeiten reicht von Entwürfen, die in den heutigen technologischen Kontext integriert sind, bis hin zu Ideen und spekulativen Konzepten. 



















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