For Sale: Design.
Wroclove Design Festival

Aleja Bielany, Bielany Wrocławskie

18. – 22. Mai 2016

wroclovedesign.pl


Welche Bedeutung hat Design in einer Welt, in der Kapitalismus dominiert? Mit dieser Frage beschäftigt sich das dritte Wroclove Design Festival vom 18. bis 22. Mai 2016 in Bielany Wrocławskie (Polen). Das diesjährige Motto „For Sale: Design“ legt für die Beantwortung eine provokante Diskussionsgrundlage. So habe Design doch die Aufgabe zu verkaufen. Warum sollte man also nicht das Design selbst zum Verkauf anbieten? 




Als Veranstaltungsort für das Festival wurde deshalb das Aleja Bielany als größtes Einkaufszentrum Polens gewählt. Es bietet Raum für die Debatte über Gründe und Folgen des Konsums, die Nutzung und Anhäufung materieller Güter und die Einordnung des Designprodukts zwischen Massenware und Kunstwerk. Zu den eingeladenen Designern gehören unter anderem Robert Majkut, Ingrid Sol Leccia und Marta Niemywska.

 

Parallel zu den Diskussionsrunden finden eine Reihe von Workshops, Vorträgen und Ausstellungen über Design, Architektur, Handwerk und neue Technologien für Kinder und Erwachsene statt. In den Kategorien „Arts & Crafts“, „Fresh Design – Young Europe about Design“, „Kids“, „Technology“, „Food Design“, „Sport & Relax“ und „Postmortal Design“, werden außerdem 100 Gestalter aus der ganzen Welt ihre Projekte vorstellen.

Die australische Modedesignerin Pia Interlandi präsentiert zum Beispiel biologisch abbaubare Kleidung, mit der Verstorbene eingekleidet werden können und die in Zusammenarbeit mit der Familie hergestellt werden. In der Ausstellung „G wie Großzügigkeit statt Gier“ zeigt Judzta Marczewska vom Institute of Design in Kielce Objekte aus Werbematerial. Sie möchte damit an den bewussteren Verbrauch von Gütern appellieren und stellt in Frage, ob die Fülle an Produkten nur positiv zu bewerten ist oder vor allem der ständigen Generierung neuer Bedürfnisse dient. Die interaktive Ausstellung „Kids Design Space“ beinhaltet einen Lehrpfad, der den Kindern den abstrakten Begriff Design näherbringen soll. Die Stationen wurden von über 200 Kindern in Zusammenarbeit mit 24 Designern gestaltet, darunter auch Oskar Zieta, Mariusz Gorzelak, Barbara Śniegula, Joanna Rusin, Razy2, Robert Pludra, Ola Mirecka, Malafor, Kubasek Studio und Pracownia Jasiewicz.


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