15. Januar 2016

News
Fungi Mutarium von Katharina Unger und Julia Kaisinger.
Sustainability Award, Professionals and Enthusiasts

 

Nach dem gemeinsamen Studium im Bereich Industriedesign an der Universität für angewandte Kunst in Wien, verschiedenen Praktika und freien Tätigkeiten, gründete Katharina Unger 2014 Livin Studio, dem sich Julia Kaisinger 2015 als Mitgründerin von Livin Farms anschloss. Sie widmen sich dem Erforschen und Umsetzen alternativer Lebensmittel und Ernährungsweisen, worauf auch ihr mit dem Sustainability Award in der Kategorie Professionals and Enthusiasts ausgezeichnetes Projekt Fungi Mutarium basiert.

 

Wir haben mit Katharina Unger über ihr Projekt und die Kriterien für „gutes“ Design gesprochen.



 

1. Für welches Problem habt Ihr mit Eurem Projekt eine Lösung gefunden und wie funktioniert sie?

 

Livin Studio hat in Kooperation mit dem Institut für Mikrobiologie der Universität Utrecht ein Produkt entwickelt, mit dem Nahrung in Form von Pilzen auf Abfallstoffen wie Plastik wachsen kann. Es wurde außerdem ein Besteckset designt, um diese neuartige Speise kulinarisch zu erforschen.

Die Lebensmittelproduktion, so wie sie heute vorherrscht, muss revolutioniert werden und dafür sind neue Technologien und Denkansätze notwendig. Wissenschaftliche Forschungsarbeiten zeigen, dass das Myzelium bestimmter Pilze Abfallstoffe wie Plastik und die darin enthalten Giftstoffe zersetzen und in essbare, ungiftige Biomasse umwandeln können.

Wir haben vor allem mit Schizophyllum commune und Pleurotus ostreatus gearbeitet.

 

 

2. Wie ist Euer Designprozess verlaufen, welche Schritte seid Ihr gegangen und was waren die Herausforderungen?

 

Ein Hauptteil des Projekts verlief in Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern im Labor. Eine ungewöhnliche Umgebung für Designer, aber gleichzeitig bietet eine solche Kollaboration die einzigartige Möglichkeit, Forschung voranzutreiben und deren Ergebnisse in Produkte zu implementieren, die reale Anwendungen finden können.

 

 

3. Was sind Eure Kriterien für „gutes“ Design und welche Rolle denkt ihr, wird Design in Zukunft spielen?

 

Die heutige Generation an Designern muss sich mit einer hochtechnologisierten Umwelt befassen. Da ist Design nicht mehr nur Form und Funktion, sondern unter anderem auch Biologie, Chemie, Wissenschaft. Gutes Design findet menschliche und brauchbare Anwendungen für die bahnbrechenden Erkenntnisse aus anderen Bereichen.

 

 

Fungi Mutarium: Prototype from LIVIN Studio on Vimeo.

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