17. Februar 2019

News

Nicht mein Ding.
Gender im Design

HfG Archiv Ulm

– 19. Mai 2019

museumulm.de

 

Geschlechtsidentitäten sind im Wandel: Immer mehr Menschen erheben sich über die tradierten Ansichten hinsichtlich dessen, wie eine Frau oder ein Mann zu sein und auszusehen hat. Da die Reproduktion der mit dem biologischen Geschlecht zusammenhängenden Stereotype mitunter durch unsere gestaltete Umwelt wie Kleidung, Werbung und Objekte funktioniert, die immer auch an konstruierte Welten anknüpfen, spielt das Design dabei eine nicht unerhebliche Rolle.



 

So ist auch die strikte Aufteilung der Farben Blau und Rosa zwischen Jungen und Mädchen noch immer weit verbreitet. Bisweilen wird noch vor der Geburt über die umgebende Farbwelt des eigenen Kindes entschieden und ist somit von Anfang an eine äußerst konstruierte Zuschreibung. Daraus entstehende Stereotype ziehen sich durch das ganze Leben – auch im alltäglichen Umgang mit Dingen. Mit Beispielen und Arbeiten aus der Designforschung, dem Produktdesign, der Modewelt und Kunst geht die aus der Kooperation von HfG-Archiv und Museum Ulm entstandene Ausstellung der Frage nach, was es bedeutet, genderspezifisch, -sensibel oder auch -blind zu gestalten. Eröffnet werden dabei kritische, spielerische, innovative bis provokante Herangehensweisen zur Auseinandersetzung mit dem Begriff und Kontext Gender. Dabei wird die Rolle des Gestalters sowohl in der Ausbildung als auch im Beruf beleuchtet.

Ein Beitrag kommt von der kanadischen Architektin Olivia Daigneault Deschênes, die erste Stipendiatin des dreimonatigen Designer-in-Residence-Programms des HfG-Archivs. Außerdem sind die Resultate aus der Zusammenarbeit mit dem Aicher-Scholl-Kolleg und der Realschule Dornstadt zu sehen. Die gezeigten Arbeiten aus den 1950er- und 1960er-Jahren schlagen einen Bogen in die Vergangenheit. Die Thematik schließt an die Suche nach dem guten Leben für Alle an, der sich bereits das Bauhaus sowie später auch die HfG Ulm widmeten und ihre jeweils zeitgenössischen Ergebnisse lieferten. Gestaltungsgrundsätze und -lösungen sollten jedoch gesellschaftliche Entwicklungen, wie in diesem Fall im Bereich der Rollen- und Berufsbilder, berücksichtigen, weshalb erneut eigene, der Zeit entsprechende Antworten formuliert werden müssen.

Bis Mai finden Führungen in unterschiedlichen Formaten und ein Design Day unter dem Motto „Let’s talk about Gender!“ statt.

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