Geschmackssachen – Internationale Esskulturen in Berlin

Bröhan-Museum, Berlin
17 Okt 2013–26 Jan 2014


Die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) feiert in diesem Jahr 250. Jubiläum. Zu diesem Anlass zeigt das Bröhan-Museum eine der KPM gewidmete Sonderausstellung. Der Blick wird allerdings nicht nur auf Dekore der vergangenen 250 Jahre gelenkt, sondern auch auf aktuelle Entwürfe: Durch Vermittlung und Unterstützung von designtransfer ist ein Gemeinschaftsprojekt mit zwischen der Weißensee Kunsthochschule Berlin, der Universität der Künste Berlin und dem Bröhan-Museum entstanden – eine Art studentische Intervention.




Thema des Projekts sind die Essgewohnheiten unterschiedlichster Kulturen, die in einer Metropole wie Berlin zusammen kommen. Eine Vielzahl sowohl tradierter, über lange Zeit gewachsener, als auch moderner Einflüsse konkurrieren miteinander, ergänzen und verbinden sich zu neuen, interessanten Trends und Formen. Mit dieser spannende Interkulturalität und den vielfältigen internationalen Speiseritualen beschäftigten sich die Studierenden während des Sommersemesters 2013. Die Projektteilnehmer aus China, Finnland, Israel, Italien, Polen und Deutschland setzten sich mit den in Berlin anzutreffenden Esskulturen und denen ihrer Herkunftsländer auseinander.

 

Noch vor Semesterstart fand ein erstes Treffen im Bröhan-Museum zusammen mit den Lehrenden Barbara Schmidt (Hausdesignerin bei KAHLA/Thüringen Porzellan und Professorin KH Berlin-Weißensee), und Claudia Zachow (Gastprofessorin UdK Berlin) statt. Das Museum gewährte den beiden Projektgruppen einen Einblick in die Dauerausstellung sowie in das Depot, in dem historische Porzellanstücke lagern, die zur KPM-Jubiläumsausstellung erstmals öffentlich gezeigt werden. In einem zweiten Schritt unternahmen beide Projektgruppen Exkursionen zu KAHLA/Thüringen Porzellan und zur KPM, die die Projekte auch materiell und brenntechnisch unterstützten.

 

Nach einer Recherche zu Herstellung, Zubereitung, Darbietung, Aufnahme und ritueller Aufladung von Speisen wurden passende Gefäße und Gerätschaften mit Schwerpunktsetzung auf das Material Porzellan entworfen. Sie greifen Typisches auf, stellen Besonderes heraus und setzen neue Akzente. Es entstand ein breites Spektrum an Entwürfen, die an (vergessene) Traditionen anknüpfen, bis hin zu Objekten, die das veränderte Kommunikationsverhalten bei Tisch ironisch reflektieren.

 

Im Rahmen der KPM-Jubiläumsausstellung (seit dem 18. September 2013 im Bröhan-Museum zu sehen) wird am 16. Oktober 2013 die Präsentation der Projektergebnisse beider Gruppen mit einer Vernissage in der 3. Etage des Bröhan-Museums, im Kontext der KPM-Objekte, eröffnet. Zum Abschluss der Ausstellung findet am 24. Januar 2014 um 16 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Thema „Perspektiven der Porzellangestaltung“ statt.



















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