Göttlich Golden Genial.
Weltformel Goldener Schnitt?

Museum für Kommunikation Berlin

– 26. Februar 2017

mfk-berlin.de


Ob in der Malerei, Musik, Architektur oder Natur, der Goldene Schnitt lässt sich überall finden. Seine Beschreibung von Schönheit und Harmonie als mathematisches Prinzip fasziniert die Menschen schon seit Jahrhunderten. Weil er immer wieder in unserer Umwelt auftaucht, liegt der Gedanke nahe, dass unser Schaffen und Gestalten seinem Einfluss unterliegt, weswegen der Goldene Schnitt auch als Proportio Divina oder als göttliche Proportion bezeichnet wird. Diese Vermutung erforscht das Museum für Kommunikation in Berlin in der Ausstellung „Göttlich Golden Genial“.




Quellhistorisch gesichert verwendete der französische Architekt und Maler Le Corbusier den Goldenen Schnitt bewusst in seinen Bauwerken und entwickelte 1955 basierend auf ihm das Proportionssystem „Modulor“, das seinem architektonischen Schaffen zugrunde liegt. Darüber hinaus gibt es viele Vermutungen über die Verwendung des Teilungsverhältnisses, beispielsweise bei der Cheops-Pyramide von Gizeh, dem Parthenon-Tempel in Athen oder dem Alten Rathaus in Leipzig. In der Forschung ist die tatsächliche Anwendung allerdings bis heute umstritten.

Das Museum für Kommunikation Berlin widmet dem Phänomen nun eine Ausstellung, in der man multimedial und interaktiv den Goldenen Schnitt an mehr als 250 Objekten erforschen kann. Besucher werden dazu eingeladen, sowohl analog mithilfe einer Schablone, Puzzeln oder Musikinstrumenten also auch digital mittels Virtual Reality und holografischen Vergleichen von Gesichtszügen die „Vollkommenheit der Ästhetik“ zu erkunden, aber auch zu hinterfragen. Das Key Visual der Ausstellung spiegelt symbolisch den Umgang mit dem Goldenen Schnitt in Entwurfsprozessen wieder, indem es die Goldene Spirale aufnimmt und mit einzelnen Formen zu einem neuen Signet verbindet. Die dahinter stehende Aussage ist: Es gibt (in der Gestaltung) eine Tendenz und keine Fixierung auf den Goldenen Schnitt.

„Göttlich Golden Genial“ ist der provokative Titel der Ausstellung ebenso wie des gleichnamigen Katalogs, der im Museum und im Buchhandel erworben werden kann.



















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