Gute Aussichten.
Junge deutsche Fotografie

NRW-Forum, Düsseldorf

– 15. Januar 2017

nrw-forum.de


Im Fremden lässt sich vieles entdecken und mithilfe der Fotografie auch festhalten. Außerdem lässt sich das Fremde überall finden. Sei es auf einem anderen Kontinent, vor der eigenen Haustür oder im eigenen Inneren. Die Gewinner von „Gute Aussichten 2016/2017“ haben dies auf unterschiedlichste Weise getan, und wenn man sich die Zeit nimmt, die befremdlichen Bilder zu betrachten, entsteht vielleicht auch ein Gefühl der Nähe.




„Die Fremden finden im Fremden immer einen Teil von sich selbst wieder.“ Diese philosophische Vermutung stellt der Wettbewerb Gute Aussichten auf seiner Webseite an. Critical Whiteness, Integration, Religion, Rassismus oder Prostitution: die Themen, die die Nachwuchsfotografen anschneiden sind vielfältig und alle mit einem scharfen Blick auf die Gesellschaft und deren Verhältnisse gerichtet.

Miia Autio beispielsweise hat in ihrer Serie „Variation of White“ Porträtaufnahmen von Menschen mit genetischem Defekt gemacht. Albinos werden in Tansania als Außenseiter behandelt, viele glauben, sie hätten magische Kräfte. Doch sie zeigt ihre Bilder im Negativzustand, wodurch der Betrachter auf eine „fiktive Normalität“ gestoßen wird und sich so mit subjektivem Sehen und dem Entstehen von Bildern und Vorurteilen im Kopf beschäftigen soll.

Mit dem Verhältnis des Menschen zur Puppe beschäftigt sich Julia Steinigeweg in „Ein verwirrendes Potenzial“. Dabei versucht sie sich der Frage zu nähern, in welche Art der Beziehung ein erwachsener Mensch zu einem leblosen Objekt treten kann und will.

Der von Gute Aussichten initiierte Wettbewerb wählt jährlich sieben Nachwuchsfotografen aus. Dieses Jahr werden auf der Ausstellung über 280 Motive, sechs Videos, drei Publikationen, zwei Diaprojektionen, ein Buch und erstmals 78 laubgesägte Holzbäume, ein Duschvorhang und ein Baum aus Papier und Tusche als Objekte präsentiert. Ein von Pixelgarten gestalteter Katalog fasst die Ausstellung zusammen. Er reflektiert alle sieben Preisträger und deren Arbeiten in Wort und Bild. Zum ersten Mal findet die Auftaktausstellung des Nachwuchspreises im NRW-Forum in Düsseldorf statt und zieht dann weiter.



















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