18. Dezember 2019

News

gute aussichten

Junge Deutsche Fotografie 2019/2020

NRW Forum 

Düsseldorf

– 16. Februar 2020

nrw-forum.de

 

In der 16. Ausgabe von „Gute Aussichten – Junge deutsche Fotografie“ wählte die Jury aus 82 Einreichungen von 36 Hochschulen neun Preisträgerinnen und Preisträger aus.

Ohne, dass die Jury das Thema vorgegeben hätte, entspann sich „Krieg und Frieden in Zeiten globaler Desinformation“ als roter Faden, der die Werke der aktuellen Preisträgerinnen und Preisträger miteinander verknüpft. Kaum verwunderlich bei Vertreterinnen und Vertretern einer Generation, in der globale Digitalität binnen Sekunden für virale Verbreitung von Informationen und Bildern sorgt und Wahrheit oder Lüge in einem postfaktischen Zeitalter kaum mehr eine Rolle spielen.

In der Ausstellung sind noch bis zum 16. Februar über 260 Motive neben Videos, Publikationen, Postern, Objekten und Soundarbeiten zu sehen.

 

Das sind die Preisträgerinnen und Preisträger 2019/2020: 

 

 

So nah und doch so fern: Lukas van Bentum untersucht in „Identity Negotiation“ anhand der Stadt Kaliningrad – dem ehemaligen Königsberg, heute eine Exklave Russlands – die Zusammenhänge zwischen überliefertem Geschichtsbild, gegenwärtiger Staatsdoktrin und
 der Identität seiner eigenen Generation.



 

Mit technischen Hilfsmitteln und quasi wissenschaftlichen Methoden versucht Ricarda Fallenbacher in der Serie „Ein Bild 
von uns – Objektiv betrachtet“ das Kamera-Auge, das Objektiv, auszutricksen, um die natürliche Distanz zwischen Fotografin und Fotografierten zu überwinden. Das Ergebnis: Objektive Portraits mit subjektivem Charakter.



 

Im „Atlas der Essenz“ komponiert Lisa Hoffmann unzählige Fotografien von Kriegen und Katastrophen übereinander, um neue Perspektiven zu eröffnen. Dem einen medialen Schlüsselbild stellt sie eine Partitur an optischen Klängen gegenüber, die an Schlachtengemälde erinnern, jenseits ihrer Ästhetik jedoch mehr Fragen aufwerfen als beantworten.



 

Zwischen Reinszenierung und Bildikone, Kulisse und Original: „Rekapitulieren“, Juliane Jaschnows Videoinstallation, wirft als assoziative Schichtung unterschiedlicher Bild- und Tonelemente den Blick auf die kollektive Konstruktion von Erinnerung und ihrer identitätsstiftenden Modellierung.



 

Das verlorene Paradies: In „Distributor“ befragt Johannes Kuczera humorvoll wie ironisch die Macht der Bilder, ihrer Distributoren und Verwerter in Industrie, Kunst, Medien und Werbung, die mittels „Symbolbildern“ einen allgemein gültigen Bilderkanon schaffen.

 



 

Mithilfe von Zeitzeugen, Archivmaterialien, konkreten Orten, Fotografien und gefundenen Objekten schildert Larissa Rosa Lackner die geheimnisvolle Lebensgeschichte von Heide, die zu DDR-Zeiten lebte. Individuum und Gesellschaft, Dichtung und Wahrheit begegnen sich in der fotografischen Erzählung von Lackner. Bleibt nur noch die Frage: Wer ist Heide? 



 

Die Kehrseite der Kriegsmedaille: Marco Mehringer liefert mit Schusslicht Sarajevo einen konzeptionellen wie fotografischen Gegenentwurf zu massenmedialen Bildern. Indem Mehringer Fotos der Schusslöcher schießt, durch die Menschen beschossen wurden
 oder geschossen haben, wird sicht- und spürbar, was Krieg bedeutet: Töten.



 

Aus unserem Leben: Seit 2012 verfolgt Markus Seibel in der Arbeit „Europas Herbst“ aus nächster Nähe die Anstrengungen, Gefahren, das Scheitern und das Gelingen von Migranten, die „Festung Europa“ zu erreichen. Bilder, Videos, Sound und statistische Informationen verdichten sich dabei
zu einer einzigartigen Form des fotografischen Aktivismus.



 

Unschuldig duftender Spaß und Sexappeal: „The Slight Myth“ von Victoria Vogel setzt Schulmädchen, ein ikonisches Bild Ostasiens, ins Bild. Die Reihe verspricht verführerisch uniformiert, was der Mythos vorgibt: Die unverdorbene Leichtigkeit der Adoleszenz.



 

Big brother is watching you: Das Nicht-Greifbare, Unsichtbare, das sich zwischen uns und unseren digitalen Geräten abspielt, stellt Malte Sänger in den Fokus seines DAEMONs. Mit technischen Hilfsmitteln schlüpft er in die Rolle des DAEMONs, um so den Zustand und das Gefühl des permanenten Beobachtetseins und -werdens nachzuzeichnen.



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