Interview mit:
Studio Studio

zurück zur Übersicht


Gent, die belgische Stadt mit der höchsten Dichte an denkmalgeschützten Gebäuden im Land, beherbergt aktuell etwa 250.000 Einwohner und 23 Museen. Die zweitgrößte Stadt in der Region Flandern erlangte im Mittelalter durch den Tuchhandel große Bekanntheit und bringt unter anderem durch die Royal Academy of Fine Arts (KASK) und die Luca School of Arts (LUCA) zahlreiche Gestalter in den Bereichen Mode, Innenarchitektur, Film und visuelle Kommunikation hervor. Wir haben vier grafisch orientierte Studios aus Gent nach ihren Einflüssen und Lieblingsplätzen in der Stadt gefragt. 




Gründungsjahr: 2014

Angestellte: 2

Ausbildung: KASK, Master in Grafikdesign

Kooperationspartner: Cultuurplatform Design (Hasselt), Z33 (Hasselt), Vlaams Fruit (Theater Antwerpen), Kavka (Jugendzentrum Antwerpen), MAD (Mode and Design Centre Brussels), By Vanharten (Modelabel, Den Haag), Nike

Orte der Inspiration in Gent: ein Spaziergang in der (Alt-)Stadt, S.M.A.K., Vooruit arts centre, Copyright bookshop, KASK, Dok Hafengebiet

Kreative Einflüsse: Künstler wieEllsworth Kelly, Sol LeWitt, Daniel Buren, Richard Serra, Donald Judd und Frank Stella; die De Stijl Bewegung mit Theo van Doesburg, Piet Mondriaan und Gerrit Rietveld; Grafikdesigner wie Karel Martens, Josef Müller-Brockmann, Lance Wyman, Jan Tschichold, Mevis and Van Deursen 

 

 

Was ist Eurer Meinung nach das Besondere an der Gestaltungsszene in Gent?

 

Gent hat zwei große Kunsthochschulen mit zahlreichen Studierenden, die von überall her kommen, sogar aus dem Ausland. Dieser kulturelle Mix prägt auch die Gestaltungsszene in Gent. Die Stadt ist durch ihre Authentizität und Historie sehr attraktiv. Ich lebe hier schon mein ganzes Leben lang, habe aber für mein Projekt „The Grapic Nomad“ versucht, meine Komfortzone zu verlassen und zu erfahren, was andere europäische Städte im Bereich des Grafikdesigns zu bieten haben. Schnell wurde mir bewusst, dass Gent eine ausgesprochen kreative Atmosphäre hat. Es gibt aktuell noch keine große, etablierte Szene, sodass viele Möglichkeiten offen stehen. Das motiviert uns als Team und hält uns an, stets neue Kontakte zu knüpfen und neue Projekte in die Stadt zu holen.

 

 

Wie hat sich Eure visuelle Sprache entwickelt?

 

Unser gestalterisches Vorgehen zielt auf die visuelle Vereinfachung eines Themas ab. Wir versuchen stets reduzierte Lösungsansätze zu finden und ein Thema auf den Punkt zu bringen, indem wir einen klaren Kontext ohne unnötiges Beiwerk schaffen. Ein gut durchdachtes Konzept ist die Basis für die spätere Herleitung von klaren Farben und Formen sowie dem Spiel mit der Komposition. Niemals agieren wir rein dekorativ, die Gestaltung muss immer mit der Geschichte, die wir erzählen wollen, einhergehen. Wenn alles beginnt Sinn zu ergeben, fangen wir an mit den entwickelten Elementen zu experimentieren oder versuchen der Gestaltung eine weitere Ebene zu geben. Dieser Teil des Prozesses bereitet uns am meisten Freude, da hier Dinge entstehen, die unsere Kunden, aber auch uns selbst überraschen.

 

 

Welche Einflüsse prägen Eure Arbeitsmethodik und Stil?

 

Auf unserem Blog anothergraphic.tumblr.com versuchen wir, spannende Arbeiten zusammenzutragen. Uns ist es wichtig, uns, aber auch unsere Follower auf dem aktuellen Stand zu halten, was aktuelle Strömungen und Entwicklungen im Grafikdesign angeht.

 

 

Habt Ihr ein Traumprojekt?

 

Wir würden sagen: eine neue visuelle Identität für das MoMA.

 

 

TOYKYO, ↗ Corbin Mahieu, ↗ Glossy.tv

 



















Shop

Nº 272
Muster

form Design Magazine


Jetzt bestellen

Shop

LOGO.
Die Kunst mit dem Zeichen

Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt


Jetzt bestellen

Shop

form Edition #2

Photograph by
Gerhardt Kellermann

Jetzt bestellen

Dossier
Gent, Typografie
Jahr
2016
Disziplin
Grafikdesign, Editorial Design, Kommunikationsdesign, Corporate Design
Ausgabe
form 265
Links
studiostudio.be
mathieucieters.com
thegraphicnomad.com

Erfahren Sie mehr über Grafikdesign aus Gent in form 265. Die Ausgabe kann online über unseren Shop bestellt werden.

Text: Carolin Blöink