Israelisches Design.
Maya Ben David

zurück zur Übersicht


In form 259 beschäftigen wir uns mit dem Design in einem Land, das in den Medien hauptsächlich wegen seiner politischen Konflikte präsent ist: Israel. Gleichwohl hat es eine lebendige und vielfältige Designszene zu bieten, deren Akteure wir uns genauer angeschaut haben. Mehr Portraits israelischer Designer und Studios zeigen wir sowohl in form 259 als auch in form Dossiers.


 

Maya Ben David gründete ihr Studio in Bat-Yam nachdem sie 2011 ihr Studium an der Design Academy Eindhoven abgeschlossen hatte. In ihren Arbeiten kombiniert sie Design und Handwerk, wobei sie auch soziale Faktoren berücksichtigt. Zudem unterrichtet sie am Holon Institute of Technology und der Bezalel Academy of Arts and Design in Jerusalem: Dies gibt ihr die Möglichkeit, junge Menschen dabei zu unterstützen, ihren Platz in der Designszene zu finden.




Studio: Maya Ben David

Webseite: mayabendavid.com

Gründungsjahr: 2011

Mitarbeiter: 1–2

Arbeitsbereiche: Designforschung und Konzeptentwicklung

Kunden: Start-ups, Unternehmen, Designgalerien

 

 

Was ist Deiner Meinung nach besonders an Design in Israel?

 

Meiner Meinung nach hat Design in Israel eine starke konzeptionelle Ausrichtung und zeichnet sich durch inhaltliche Tiefe und eine kreative und innovative Natur aus. Es ist auf unterschiedliche Art und Weisen vielschichtig und besitzt sehr raue Eigenschaften. Beim Design in Israel geht es nicht darum, fein oder zart zu sein. Es geht nicht um Schönheit. Es geht mehr darum, originell und kreativ zu sein.

 

 

Wie würdest du Deine Arbeiten beziehungsweise Deinen Stil beschreiben?

 

Meine Projekte beginnen normalerweise mit einem eher abstrakten Rahmen und werden erst später in greifbare Designentwürfe überführt. Stil war nie mein Schwerpunkt. Mein Bestreben fokussiert sich mehr auf das Verstehen einer breiteren Kultur, um so die Essenz eines Projekts herauszufiltern. In den vergangenen Jahren habe ich mich bei meiner Arbeit besonders mit der Transformation der menschlichen Erfahrung in eine digitale Umgebung beschäftigt, die das Potential hat, eine neue materielle Kultur mitaufzubauen.




Welches Ziel verfolgst Du in erster Linie mit Deiner Arbeit als Lehrerin?

 

Als Lehrerin strebe ich danach, meinen Studenten ihren Mehrwert als Designer aufzuzeigen – ihnen zu helfen diesen zu identifizieren, zu entwickeln und zu lernen, ihn auch anzuwenden.

 

 

Was ist der wichtigste Aspekt, den Du Deinen Studenten vermitteln möchtest?

 

Dass Design mehr sein muss. Auch wenn es sich nur um ein schönes Objekt handelt, muss es einen Mehrwert haben. Dieser Mehrwert kann vieles sein, aber er muss da sein.

 

 

Du hast eine Weile in den Niederlanden gelebt. Welche neuen Einsichten oder Perspektiven hast Du während dieser Zeit gewinnen können?

 

Ich habe ein besseres Verständnis über den Wert der Gestaltung der eigenen Prozesse gewinnen können. Diese Erkenntnis schätze ich sehr und versuche sie in meiner Arbeit und auch bei meinen kommerziellen Kunden einzusetzen. Ich glaube, ich habe verstanden, welche Macht Designer haben, wenn es darum geht, alternative Realitäten zu erfinden und welche Rolle visuelles Denken und Kommunikation in der Designforschung spielen kann.


Shop

Nº 273
Designing Protest

form Design Magazine


Grid one form273 cover 1200 Jetzt bestellen
Dossier
Israel
Jahr
2015
Disziplin
Produktdesign
Ausgabe
form Nº 259 (hidden)
Links
designacademy.nl
hit.ac.il/en
mayabendavid.com
bezalel.ac.il/en

Learn more about design in Israel here and in form 259. You can order the issue online in our shop.

Text: Jessica Sicking, Susanne Heinlein