Les Suisses de Paris

Museum für Gestaltung, Zürich

– 19. März 2017

museum-gestaltung.ch

 


Schweizer Design steht für Schlichtheit, Eleganz und Präzision. Doch diese Art der Gestaltung beschränkt sich nicht nur auf die Schweiz. Im Laufe der 1950er- und 60er-Jahre gingen viele Schweizer Gestalterinnen und Gestalter mit einer modernen Ausbildung nach Frankreich. Nicht nur auf der Suche nach Arbeit, sondern auch auf der Suche nach künstlerischer Freiheit und Entwicklungsmöglichkeit, dafür schien Paris perfekt geeignet zu sein. 




Die Metropole hatte damals noch keinen gestalterischen Trend eingeschlagen, im Gegensatz zur Schweiz, die den jungen Gestaltern damals festgefahren und stillständig vorkam. In Paris konnten sie leicht Arbeit finden und schnell großen Einfluss ausüben, sodass viele dort ein eigenes Designbüro gründeten. Der Einfluss der Schweizer prägte das Pariser Stadtbild und tut es bis heute.

Aber sie nahmen nicht nur Einfluss auf Typografie und Grafik, sondern auch im Bereich Fotografie, Film, Szenografie und Signaletik. Zu erkennen ist er im Logo des Centre Pampidou oder in Frutigers gleichnamiger Schrift am Flughafen Roissy sowie am Umstand, dass viele Schweizer in Frankreich blieben und zum Teil unterrichteten. So prägten sie auch das Denken und Design der nächsten Generation. Mit 26 Gestalterporträts ehrt das Museum für Gestaltung Zürich diese Arbeiten und nimmt die Schenkung des Gesamtwerkes des Typografen Adrian Frutiger als Ausgangspunkt für die Ausstellung. Vor allem die Farbenvielfalt der 1960er-Jahre Pop-Art-Ästhetik fällt dabei dem Betrachter ins Auge. Zusätzlich zur Ausstellung finden Vorträge statt, auch von Grafikern, die selbst in der Ausstellung vertreten sind, beispielsweise vom visuellen Gestalter Jean Widmer oder den Schriftgestaltern André Baldinger und Hans-Jürg Hunziker. Wer momentan keine Zeit findet nach Zürich zu fahren, kann sich einen Teil der Ausstellung auch online im eMuseum ansehen oder die Publikation „Les Suisses de Paris – Grafik und Typografie“ im Museumsshop erwerben.

 



















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