Manus x Machina

The Metropolitan Museum of Art, New York

– 14. August 2016

metmuseum.org


Der Gegensatz von Haute Couture und Konfektionsware scheint sich entlang des Unterschiedes zwischen aufwendiger Handarbeit und maschinellen Produktionsweisen zu vollziehen. Die Ausstellung „Manus x Machina. Fashion in the Age of Technology“ im New Yorker Metropolitan Museum of Art unternimmt den Versuch, diese Dichotomie aufzulösen, indem die 170 Exponate, die vom frühen 20. Jahrhundert bis heute reichen, auf ihre Fertigungsprozesse und die Verknüpfung von Hand und Maschine untersucht werden.




Die Inszenierung in den Robert Lehman Wing-Galerien des Museums ordnet die Kleidungsstücke entsprechend der traditionellen Metiers der Haute Couture, wie Stickerei, Stofffaltung, Feder-, Spitzen- und Lederarbeiten und Zuschnitt, die so bereits in Diderots Enzyklopädie (1751) auftauchten. Durch die dortige Darstellung der verschiedenen Techniken und die dabei eingesetzten Maschinen wurde Mode erstmals in den Rang von Kunst und Wissenschaft erhoben. Der Begriff der Technik ist also weit gefasst und bezieht sich nicht nur auf industriell produzierte Massenware. Genauso wie Haute Couture nicht an Wert verlieren muss, wenn der Anteil an Handarbeit gering ist, muss mittels Maschinen produzierte Ware nicht weniger wertig und individuell sein.

 

 




Inspiration für die Ausstellung und Paradebeispiel für die Verknüpfung von Hand und Maschine war unter anderem ein Kleid von Karl Lagerfeld für Chanel, dessen Schleppe sowohl von Hand bemalt und bestickt, als auch maschinell mit Strasssteinen bedruckt wurde.

 

 
















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