Marie Gudme Leth.
Pioneer of Print

Designmuseum Danmark, Kopenhagen

– 25. September 2016

designmuseum.dk


Die dänische Textildesignerin Marie Gudme Leth (1895–1997) hatte mit ihren Entwürfen nicht nur kommerziellen Erfolg, sondern sorgte auch dafür, dass das Textildesign zu einer Zeit wieder an Bedeutung gewann, in der Funktionalismus auf der Tagesordnung stand. Das Designmuseum Danmark zeigt noch bis 25. September 2016 eine Auswahl ihrer farbenfrohen Textildrucke.




Während ihrer fast 40-jährigen Karriere schaffte es Marie Gudme Leth, sich und ihre Arbeiten immer wieder neu zu erfinden, in gestalterischer als auch ökonomischer Hinsicht. Zum einen verwendete sie über die Jahrzehnte hinweg verschiedene Techniken, wie anfangs den Holzblock-Druck und später den Siebdruck, die zu unterschiedlichen Entwürfen führten: Im Holzblock-Druck standen die Motive in kleineren Rapportgrößen vereinzelt auf der Fläche, während sie sich mit dem Einsatz des Siebdruckes anfingen, zu überlappen und am Ende auch die komplette Breite des Stoffes einnahmen. Besonders ihre Flora- und Fauna-Designs haben bis heute nichts an Charme verloren.

Gudme Leth unterrichtete von 1930 bis 1948 an der Schule für Angewandte Künste in Kopenhagen, entwarf nebenbei aber immer eigene Textilien, die sie auf verschiedene Wege vertrieb. Bis 1963 führte sie außerdem eine eigene Werkstatt. Ihre Arbeiten wurden in vielen Ausstellungen gezeigt und mit Preisen ausgezeichnet, wie zwei Goldmedaillen zur Weltausstellung 1937 in Paris und der Triennale in Mailand 1951.




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