Mobile Welten.
Zur Migration der Dinge

Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg

– September 2018

mkg-hamburg.de


Ob nun die schweizerische Uhr, die Nudeln auf dem Teller oder der Selfie-Stick – alle sind sie Teil der gesellschaftlichen Wandlungsfähigkeit, die in ihrer Bewegung Objekte, Menschen, Ideen und vor allen Dingen Kulturen miteinander vermischt. Jedes einzelne dieser Objekte erzählt seine eigene Geschichte und ist oftmals an menschliche Schicksale geknüpft, was die aktuelle Ausstellung im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe in den Fokus rückt. 




Gekauft, getauscht, gestohlen, gesammelt oder verschenkt – auf verschiedenste Art und Weise wandert täglich eine Vielzahl von Objekten, beispielsweise in Form von Handelsware oder im Gepäck von Touristen und Migranten, über den Erdball. Die Besonderheit der Ausstellung bildet sich durch ihre fortlaufende Entwicklung heraus, die Objekte des eigenen Bestands auf Transkulturalität untersucht und die Ergebnisse in der Schau präsentiert. Zu den Exponaten zählen unter anderem persische Töpferware, die chinesisches Porzellan zu imitieren versucht, sowie ein Mantel von Alexander McQueen, auf dem Elemente des britische Empires und indische Muster aufeinander treffen. Aktiv in die museale Forschung der Ausstellung eingebunden sind Schüler der Erich-Kästner-Schule in Hamburg, die als sogenannte Dingforscher ihre Erkenntnisse mit in die Ausstellung einfließen lassen. Das Ziel dabei ist der Aufbau einer zweiten Sammlung, welche historische Exponate des Museums kommentieren, unterstützen und konterkarieren soll. Die Ausstellung findet unter der kuratorischen Leitung von Roger M. Buergel und in Zusammenarbeit mit der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder, der Goethe-Universität in Frankfurt am Main sowie der Hamburger Erich-Kästner-Schule statt und beschreibt die komplexen Verflechtungen von Objekt- und Lebenswelten durch sowohl vergangene als auch durch aktuelle Migration. Gefördert wird das Projekt über drei Jahre hinweg von der Forschungsinitiative „Die Sprache der Objekte – Materielle Kultur im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie vom Johann Jacobs Museum Zürich



















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