Walter Haettenschweiler.
Nachruf


In Bibliotheken älterer Grafiker sind sie oft zu sehen, und wenn es gute Grafiker sind, dann weisen diese vier Bücher Nutzerspuren wegen häufigen Gebrauchs auf: die zwischen 1954 und 1972 erschienenen Lettera-Bände, die Armin Haab zusammen mit Alex Stocker und dem Grafiker Walter Haettenschweiler zusammengestellt hat.




Bereits am 7. Oktober 2014 ist der am 3. Januar 1933 in Zug geborene Haettenschweiler gestorben, ein Gestalter, dessen Werk zum weithin bekannten und doch anonymen Gestaltungsfundus der Moderne gehört. Studiert hat Haettenschweiler in Zürich bei Ernst Keller, und bereits mit 21 gelingt ihm mit dem Entwurf der Schrift, die seinen Namen trägt, ein Geniestreich. Diese Grotesktype wird gleich zweimal den Zeitgeist beeinflussen, zum einen als die Schrift, die Willy Fleckhaus für den Titel des Magazins Twen wählt, zum anderen als Systemschrift bei Microsoft. 2012 hat Rudolf Barmettler in den Typografischen Monatsblättern diese und weitere Schriften Haettenschweilers gewürdigt, seine weiteren Arbeiten wie Firmenlogos und Briefmarkenentwürfe wurden im Juni/Juli 2006 in einer Ausstellung des Kunsthauses Zug gezeigt. Dass Haettenschweiler vor allem in seiner Geburts- und Heimatstadt und nicht in den grafischen Zentren der Schweiz wirkte, mag auch ein Grund dafür sein, dass seine Arbeit selbst in Grafikerkreisen kaum bekannt ist und dieser Hinweis auf seinen Tod erst jetzt erfolgt.



















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