18. Februar 2019

News

Die neue Heimat (1950–1982)

Architekturmuseum der TU München

28. Februar – 19. Mai 2019

architekturmuseum.de

 

Enteignet sowie umbenannt durch die Nationalsozialisten und nach dem Zweiten Weltkrieg dann dem Deutschen Gewerkschaftsbund unterstellt, galt der nicht-staatliche Wohnungsbaukonzern Neue Heimat als eines der relevantesten Bauunternehmen im Europa der Nachkriegszeigt mit über 400.000 realisierten Wohnungsbauten sowie Kommunal- und Gewerbebauten, die teilweise bis heute stehen.



 

Politik und Wirtschaft zogen im Falle der Projekte des Unternehmens Neue Heimat an einem Strang, sodass durch eine rasche Umsetzung einer breiten Bevölkerung Hoffnung auf ein besseres Leben gegeben werden konnte: der Lebensalltag vieler Menschen veränderte sich spürbar.

Auch vor dem Hintergrund aktueller Debatten um bezahlbaren Wohnraum ist die Auseinandersetzung mit den Bauprogrammen und den damit verbundenen baupolitischen Zielen der Neuen Heimat interessant. Ein differenzierter – nicht von vornerein problematisierender – Blick auf die entstandenen Großsiedlungen kann als Vergleich zu aktuellen Entwicklungen dienen und eventuell vernachlässigte Perspektiven offenlegen.

Die Ausstellung analysiert die Bauten und Projekte der Neuen Heimat anhand von Beispielen, wie der Neuen Vahr in Bremen mit dem Wohnturm von Alvar Aalto oder der Entlastungsstadt Neuperlach in München, das für 80.000 Bewohner geplante, damals größte Wohnungsbauprojekt Europas, und stützt dies durch Fotografien, Filmproduktionen, Planmaterialien und Originalmodelle. Auch das ehemalige Kongresshaus ICC Berlin, dessen Zukunft noch ungewiss ist, oder das Universitätsklinikum Aachen, eines der größten Krankenhausgebäude Europas, gehörte zu den Realisierungen des Wohnungsbaukonzerns. Zeitzeugeninterviews, fotografische Bewohnerporträts und zeitgenössische Perspektiven vergegenwärtigen den lebensweltlichen Kontext der großangelegten Bauprojekte.

Anfang der 1980er-Jahre ereigneten sich einige Skandale im Zusammenhang mit dem Unternehmen mit der Folge des Zusammenbruchs.

Die Ausstellung des Architekturmuseums der TU München und des Hamburgischen Architekturarchivs in Kooperation mit dem Museum für Hamburgische Geschichte eröffnet am 27. Februar 2019 um 19 Uhr im Architekturmuseum der TU München und wird ab Juni im Museum für Hamburgische Geschichte gezeigt.

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