Object Lessons.
Material begreifen in 8 Lektionen

Werkbundarchiv – Museum der Dinge, Berlin

– 16. Januar 2017

museumderdinge.de


Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Das war Pestalozzis „Idee der Elementarbildung“, die man heute als ersten Ansatz pädagogischer Ganzheitlichkeit versteht. Diese definiert sich durch die Erweiterung der Bildung durch Handlungen und Sinneseindrücke. Wissensvermittlung anhand von Materialien etablierte sich seitdem in der Pädagogik als Konzept. Das Werkbundarchiv in Berlin bezieht sich mit der Ausstellung „Object Lessons. Material begreifen in 8 Lektionen“ auf diesen Gedanken.




Elizabeth Mayo, eine britische Lehrerin und Reformerin der Pädagogik, schrieb bereits im 18. Jahrhundert das erfolgreiche Buch „Lessons on Objects“, zu dem die sogenannte „Object Lesson Box“ gehörte. Dadurch ermöglichte sie nicht nur den Anschauungsunterricht, wie ihn Pestalozzi verfolgt hatte, sondern entwickelte ein eigenes, verbindliches Konzept, welches sie später in ihrer Schule umsetzte.

Das Buch enthielt exemplarische Dialoge, die Kinder zur Interaktion mit Material aufforderten und darüber hinaus, basierend auf der Interaktion, Kenntnisse in Sprache, Landeskunde, Geschichte und Naturwissenschaften vermittelten.

Dieses Buch bildet die Basis zur Ausstellung „Object Lessons. Material begreifen in 8 Lektionen“. Wie der Titel bereits verrät, wurde die Ausstellung in acht Teile gegliedert, die jeweils ein Thema behandeln. So ist beispielsweise die Lektion „Sand, Seife, Soda“ dafür da, die Geschichte des Materialwissens im Haushalt und die Vermittlung ebendieses Wissens zu erklären. Der Besucher kann dort auch persönliches Materialwissen weitergeben, das in einer Art Gästebuch als Vorschläge gesammelt wird. „Muster, Macher, Händler“ ist eine Lektion, die den Herstellern und Handwerkern gewidmet ist und die Geschichte von Tonproben und Glasmustern erzählt, und warum der österreichische Kaiser zu Beginn des 19. Jahrhunderts dazu aufrief, sämtliche Fabrikprodukte zu inventarisieren.

Zuletzt bietet die Ausstellung den Besuchern noch eine zeitgenössische „Object Lesson Box“: das digitale Materialarchiv. Dieses ist in virtueller Zusammenarbeit von mehreren Institutionen entstanden, um eine digitale Sammlung von Material zu ermöglichen. Zur Ausstellung soll es ein Rahmenprogramm geben sowie eine Tagung im Januar 2017 zum Abschluss der Ausstellung, die dann weiter ins Gewerbemuseum Winterthur zieht. 



















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