Pioniere des Comic

Schirn Kunsthalle Frankfurt

– 18. September 2016

schirn.de

 


Die Geschichte des Comics reicht bis ins späte 19. Jahrhundert zurück. Die bunten Bildergeschichten begeisterten Millionen treuer Leser und bestimmten zeitweise über Erfolg und Niedergang der großen US-amerikanischen Zeitungen. Eine aktuelle Ausstellung in der Schirn widmet sich ganz den – teilweise zu Unrecht in Vergessenheit geratenen – Wurzeln des Comics und sechs ihrer wichtigsten Protagonisten. 




Keine Superhelden, die immer wieder die Welt retten, sondern eher die Tücken des Alltags waren Thema der ersten Comics, mit denen sich Tageszeitungen wie der New York Herald oder der Chicago Tribune von der Konkurrenz abzusetzen versuchten. Damals das wichtigste Informationsmedium überhaupt, erreichten die Comicstrips mit den Zeitungen die Massen – und das unabhängig von der gesellschaftlichen Schicht, vom Bildungsbürgertum bis zur Arbeiterklasse. 




Auf ganz unterschiedliche Weise, mit kauzigen Charakteren, Geschichten nah am realen Leben der Leser, surrealen Traumwelten oder den ersten tierischen Helden, fesselten Zeichner wie Winsor McCay, Lyonel Feininger, Charles Forbell, Cliff Sterrett, George Herriman und Frank King teils über Jahrzehnte die Leser. Mit dieser neuen, bildbasierten Erzählweise legten die Pioniere den Grundstein für ein gesamtes Genre, das sich bis heute großer Beliebtheit erfreut. Die Ausstellung mit dem Untertitel „Eine andere Avantgarde“ bietet ihren Werken nun eine Plattform. Ein begleitender Katalog mit circa 400 Abbildungen ist im Hatje Cantz Verlag erschienen. 

 

 


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