Playing Future

Kunsthalle zu Kiel

– 13. September 2015

kunsthalle-kiel.de


Wer während der see-Conference den Vortrag von Harald Welzer gehört hat, wurde mit der These konfrontiert, dass uns Bilder einer Zukunft fehlen, die erstrebenswert ist. Bilder sind ein wirksames Mittel, um Ideen zu vermitteln und sie am Ende auch Wirklichkeit werden zu lassen. Nicht nur das Design ist prädestiniert, diese Bilder zu kreieren; die Ausstellung „Playing Future“ in der Kunsthalle zu Kiel zeigt, dass auch die Kunst sich in Bildern und Objekten mit der Zukunft auseinandersetzt und dazu Position bezieht.




Welche Bilder unsere Vorstellung von Zukunft begleiten, ist die zentrale Frage der Ausstellung. Zukunft präsentiert sich dort auf verschiedene Weise: in ihrer zeitlichen und räumlichen Dimension, in persönlichen oder thematischen Bezügen, als Projektion der Vergangenheit, als Zukunftsvision oder als kritische Reflexion unserer Gegenwart. Dabei greifen die Künstler auf verschiedene Medien zurück, die von Bildern und Objekten über Videoinstallationen hin zu animierten Gegenständen und interaktiven Installationen reichen und setzen sich dabei mit Themen wie dem Finanzmarkt, Ressourcenknappheit, Städtebau, Mobilität und Informationstechnologie auseinander.

Der Besucher bekommt keine Antwort auf die Frage geboten, wie unsere Zukunft aussehen wird, verlässt die Ausstellung aber mit der Erkenntnis, dass sie in jedem Fall menschengemacht ist und unsere Vorstellungen und Bilder der Zukunft eine entscheidende Rolle dabei spielen.

 

Die ausgestellten Werke sind von Yto Barrada, Julian Charrière, Pierre Delavie, Jeppe Hein, Carsten Höller, Navid Nuur, Tabor Robak, RYBN.ORG, Raqs Media Collective, Björn Schülke, Max Sudhues, Nasan Tur und Gregor Wosik.


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