RealSurreal

Kunstmuseum Wolfsburg

– 6. April 2015

kunstmuseum-wolfsburg.de


Was ist Fotografie? Dieser Frage geht aktuell eine Ausstellung im Kunstmuseum Wolfsburg nach. Im Fokus steht die Avantgarde-Fotografie zwischen 1920 und 1950 und ihre Spanne zwischen Neuer Sachlichkeit und Surrealismus.




In ihren Anfängen wurde die Fotografie dazu genutzt, die Welt möglichst naturgetreu abzubilden und so eine noch realistischere Darstellung zu finden, als es die Malerei ermöglichte. Später, während des Piktorialismus im 19. Jahrhundert, wurde sie zur künstlerischen Ausdrucksform erhoben. Nach dem Ersten Weltkrieg kehrten die Künstler der Neuen Sachlichkeit zu einer nicht inszenierten Abbildung der Welt zurück, brachen dabei aber die vorherrschenden kompositorischen Regeln auf und experimentierten mit Motiven, Perspektiven, Licht und Schatten. Die Ausstellung führt durch die verschiedenen fotografischen Positionen, von Portrait und Akten bis zur Architektur-, Sach- und Bauhausfotografie. Erst dann beginnt der Übergang zum Surrealismus, der mit dem wirklichkeitsgetreuen Mittel der Fotografie eine zweite Ebene schaffen und den Arbeiten eine Aussage hinzufügen will, die über das Reale hinausgeht. Betrachtet werden die Vertreter dieser Strömung in Deutschland, Paris und der Tschechoslowakei.

 

Die circa 200 in „Real Surreal“ gezeigten Originale stammen aus dem Privatbesitz des Sammlers Dietmar Siegert. Samstags und sonntags finden öffentliche Führungen statt. Ein Katalog ist im Wienand Verlag erschienen.


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