Reaper. Richard Hamilton und Sigfried Giedion

Graphische Sammlung ETH Zürich

– 25. Juni 2017

ausstellungen.gta.arch.ethz.ch

 


Das 150-jährige Jubiläum der Graphischen Sammlung und die 50-Jahrfeier des Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur (GTA) der ETH Zürich waren Ausganspunkt für eine Kooperation mit GTA-Ausstellungen und -Archiv. Die Grafikserie „Reaper“ [Getreidemäher] (1949) ist eine Reaktion des englischen Künstlers Richard Hamilton auf die Publikation „Mechanization Takes Command“ (1948) des Schweizer Kunsthistorikers Sigfried Giedion. Die Ausstellung stellt die zwei Protagonisten nun erstmals gegenüber und zeigt den Prozess von Giedions wissenschaftlicher Recherche zu Hamiltons künstlerischen Herangehensweise.




Sigfried Giedion (1888–1968) widmet sich in seinem Buch der Mechanisierung des Lebensalltags. Der unkonventionelle Aufbau und die reiche Bebilderung in Form von Kunstwerken, Skizzen und Fotografien wirken zuerst unsystematisch zusammengetragen, was zu einer harten Kritik führte. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass hinter der collagenartigen Zusammenstellung ein gut durchdachtes System steckt. Fasziniert von der Montage der Abbildungen und dem Kapitel über Getreidemäher, ließ sich Richard Hamilton (1922–2011) zu seiner Grafikserie „Reaper“ inspirieren. Er nahm die Bilder aus Giedions Publikation als Ausgangspunkt für eine freie künstlerische Interpretation, in der er mit unterschiedlichen Techniken der Druckgrafik experimentierte. Die Ausstellung „Reaper. Richard Hamilton und Sigfried Giedion“ vereint nun die Arbeiten von Giedion und Hamilton. Zudem besteht die Möglichkeit auf das umfangreiche Archivmaterial des GTA-Archivs zurückzugreifen, in dem sich auch Giedions Nachlass befindet. Begleitend zur Ausstellung erschien eine Anthologie mit Essays, unter anderen von Esther Choi und Kevin Lotery, in denen die verschiedenen Aspekte dieser Gegenüberstellung behandelt werden.

 

Die Ausstellung wurde als Anlass genommen, die Ausstellungsarchitektur der Graphischen Sammlung ETH Zürich neu zu konzipieren. Adam Caruso, ein renommierter Architekt und Professor an der ETH Zürich gestaltete für „Reaper“ neue Wände und Vitrinen.



















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