Safe and Sound

MUDAC, Lausanne

– 21. August 2016

mudac.ch


Wo liegt der Unterschied zwischen Sicherheitsvorkehrung und Überwachung? Angst ist besonders in westlichen Gesellschaften Treiber eines immer dichter werdenden Netzes aus Produkten, die Risiken berechenbar und Gefahren im besten Fall vermeiden sollen. Die Ausprägungen dieser Entwicklung thematisiert die Ausstellung „Safe and Sound. Surveillance and Protection in the 21st Century“ im Musée de Design et d’Arts appliqués contemporains (MUDAC) in Lausanne noch bis 21. August 2016.




Entlang der vier Themenbereiche Sicherheit, Angst, Schutz und Überwachung werden Arbeiten von Designern und Künstlern gezeigt, die entweder für entsprechende Kontexte entwickelt worden sind oder unser Verhältnis zu den benannten Themen dokumentieren, kritisch reflektieren und teils humorvoll kommentieren. Dabei stehen Alltagsobjekte neben Fotografien und Kunstwerken, um die vielfältigen Perspektiven und Positionen deutlich zu machen.

So ist der Earthquake Proof Table von Arthur Brutter und Ido Bruno so konstruiert, dass im Falle eines Erdbebens zwei Schüler zuverlässigen Schutz darunter finden können, und der sich bei einem Unfall automatisch aufblasende Fahrradhelm von Anna Haupt und Terese Alstin schützt vor der Gefahr einer Kopfverletzung. Die kritische Auseinandersetzung mit Sicherheit und Überwachung verfolgt beispielsweise Nils Norman in seinem Projekt „The Urbanomics Archive“, in dem er dokumentiert, wie im Stadtraum Kontrolle ausgeübt wird. Einen eher humorvollen Umgang mit Alltagsgefahren legen die beiden Schweizer Designer von Superlife an den Tag, die einen Stifthalter zur Atemmaske werden lassen.

 

Das Museum ist bis Juni dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet und ab Juli täglich von 11 bis 18 Uhr.


Shop

Nº 273
Designing Protest

form Design Magazine


Grid one form273 cover 1200 Jetzt bestellen