Secret Signs.
Im Namen der Schrift

Deichtorhallen, Hamburg

– 8. Februar 2015

deichtorhallen.de


Die Ausstellung „Secret Signs“, die noch bis zum 8. Februar nächsten Jahres in den Deichtorhallen in Hamburg zu sehen ist, beschäftigt sich mit der Rolle der Kalligrafie in zeitgenössischer chinesischer Kultur. Hierzu werden 110 Arbeiten von 38 Künstlern gezeigt, die teilweise explizit für diese Ausstellung angefertigt wurden. Die Arbeiten zeigen sich in unterschiedlichsten Medien wie Schriftkunst, Fotografie, Video, Installation und Objekt. Unter den Werken befinden sich Arbeiten von Künstlern wie Gu Wenda, Xu Bing, Qiu Zhijie, Zhang Huan und Wu Shanzhuan.




Bei der Ausstellung handelt es sich um eine Kooperation der Deichtorhallen mit der Sammlung Sigg und dem M+ in Hongkong zur Veranstaltungsreihe China Time Hamburg 2014. Die Reihe bietet Besuchern ein abwechslungsreiches Programm mit Veranstaltungen zu Kunst und Kultur, Politik, Recht und Wirtschaft sowie Bildung und Gesundheit, mit dem Ziel über China an sich und seine Beziehung zu Hamburg im Besonderen zu informieren.

 

In China ist Schrift gleichzusetzen mit der Kultur des Landes. Das über Jahrtausende unveränderte Schriftsystem steht bis heute für künstlerische Vollendung und Poesie. Mao Zedongs Schriftreform im Jahr 1956 stellte deshalb einen großen Einschnitt in die sonst so konstante Tradition dar. Hier begann erstmals eine Popularisierung des Mediums und Kalligrafie wurde nicht mehr nur von Gelehrten beherrscht, die vereinfachten Zeichen wurden unter anderem auch zu Zwecken der Propaganda eingesetzt. Seit den 1980er-Jahren befasst sich die zeitgenössische chinesische Kunst zudem facettenreich mit Themen wie der Dekonstruktion von Schrift (Anti-Kalligrafie), der Kommerzialisierung und Trivialisierung der Schrift als Medium der Massenkultur sowie mit der Frage nach dem individuellen Ausdruck angesichts der reichen und langen historischen Praxis des Erlernens der Schriftkunst.

 

Die Ausstellung „zur zeitgenössischen chinesischen Kunst im Namen der Schrift“ erscheint besonders aktuell vor dem Hintergrund der Neubewertung der traditionellen, chinesischen Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Diese Entwicklung kann zumindest teilweise mit der Globalisierung erklärt werden und ist im Begriff, sich mehr und mehr von traditionellen Wurzeln loszusagen. Die Ausstellung beschäftigt sich vor diesem Hintergrund vor allem mit der Bedeutung der Kalligrafie in der modernen Gegenwartskunst in China von 1980 bis heute.



















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