Shifting Objectives:
Design from the M+ Collection

M+ Pavilion, West Kowloon Cultural District, Hongkong

30. November 2016 – 5. Februar 2017

westkowloon.hk


M+, so heißt das neue Museum für visuelle Kultur in Hongkong, das seinen Schwerpunkt auf Kunst, Design, Architektur und bewegte Bilder des 20. und 21. Jahrhunderts legt. Mit seinen Ausstellungen will es seit 2012 die Vergangenheit dokumentieren, die Gegenwart informieren und die Zukunft mitgestalten; wobei das Museumsgebäude, entworfen von Herzog & de Meuron, bereits in Planung ist und bis 2019 fertiggestellt werden soll. Bis dahin sind die Ausstellungen im M+ Pavilion zu sehen.




In der kommenden Ausstellung geht es um Konzepte, die unser Designverständnis geformt und erweitert haben. Wichtige Möbel aus dem 20. Jahrhundert bis heute zeigen dem Besucher, wie sich Designphilosophien und Praktiken verändert haben. Ausgehend von Hongkong, über China und Asien bis hin zum weltweiten Verständnis von Design, versucht die Ausstellung mit ihren 120 Exponaten einen Rundumblick über die Entwicklung, Gestaltung und Verwendung der Designobjekte zu geben.

Gestaltet wurden die Räume vom Hongkonger Studio Collective, das die Ausstellung in zwei Hauptteile gliedert hat. Es gibt zum einen den historischen Teil, der die Entwicklung des Designs in Asien in einem globalen Kontext aufarbeitet. Angefangen mit der Nachkriegszeit in Japan geht es des Weiteren um die Post-Unabhängigkeit in Indien, China unter Mao und Hongkongs Exportblütezeit in den 1960er- bis 1980er-Jahren. Die Ausstellung setzt sich fort mit dem postmodernen Design der 1970er und 1980er.

Der zweite Raum nennt sich „Constellations“ [Konstellation] und wirft einen offeneren Blick auf die verschiedenen Designansätze. Er bezieht sich auf zeitgenössisches Design und lädt so den Besucher zu einer eigenen Interpretation ein. Circa 40 Arbeiten befinden sich in diesem Abschnitt, die alle ein neuer, spannender Ansatz verbindet; sei es durch die Neuerfindung traditionellen Handwerks, den Einsatz von digitalem Design oder einen innovativen Herstellungsprozess. Wichtige Arbeiten kommen vom japanischen Studio Nendo, dem Designer und Künstler Stanley Wong aus Hongkong, aber auch die schwedische Gruppe Front ist vertreten.

Von einem reichen Spektrum an bekannten Designern wie Sori Yanagi und Charlotte Perriand, über die Propagandaplakate der Mao-Ära, bis hin zum ersten kommerziell erfolgreichen elektrischen Reiskocher (produziert von Toshiba ab 1955) gibt es in der Ausstellung vieles zu entdecken. Begleitend dazu bietet das Vermittlungsprogramm Workshops, Vorträge, mögliche Atelierbesuche und Führungen.




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Nº 273
Designing Protest

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