Verena Hennig:
50 Years of Mum

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Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, 2013

open-output.org/VerenaHennig


Um den besonderen Anlass – den 50. Geburtstag ihrer Mutter – hervorzuheben, hat Verena Hennig diese Einladungskarte aus Porzellan entworfen – einem edlen, traditionellen und doch zeitlosen Material. Die Informationen, einschließlich einer Illustration des bisherigen Lebenswegs, wurden in die Porzellanfolie gelasert und anschließend in einer Auflage von 50 Stück in einem herkömmlichen Keramikofen gebrannt.





„‚Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren‘, lautet das vierte der zehn biblischen Gebote. Dennoch herrscht zwischen Eltern und ihren Kindern nicht immer eitel Sonnenschein, manchmal knirscht es gewaltig zwischen den Generationen. Mit der Einladungskarte ‚50 Years of Mum‘ hat Verena Hennig das Thema intelligent-ironisch gelöst: respektvoll Ehre erweisen und trotzdem Porzellan zerschlagen (können).“ Stephan Ott

 

1. Aus welchen Gründen hast du dich für das Material Porzellan entschieden?

 

Um den persönlichen Anlass der Einladung zu visualisieren, war ich auf der Suche nach einem Material, das sensitiv und haptisch, vom Wesen her traditionell, aber dennoch zeitgemäßen ist. Porzellan vereint all dies, hinzu kommt die Qualität des Werkstoffes. Diese Materialeigenschaften in einen weitestgehend ungewohnten Kontext zu stellen, hat mich schlussendlich von meiner Wahl überzeugt.

 

2. Wie spielen in deinem Konzept Material, Typografie und Illustration zusammen?

 

Anfangs bestand die Einladungskarte nur aus Illustration und Typografie, gedruckt auf Papier. Aber es fehlte einerseits die persönliche Ebene und Feinsinnigkeit, andererseits die Herausforderung, die Performanz des Produkts. Erst durch die Porzellankomponente entstand eine Art Kohärenz in dem Projekt.

 

3. Inwieweit ist man durch die besonderen Eigenschaften des Materials gestalterisch eingeschränkt? Oder eröffnet es im Gegenteil neue Möglichkeiten?

 

Das Material Porzellan erzielt eine überraschendere Wirkung, eine andere Aufmerksamkeit, eine Möglichkeit der Umsetzung, die durch die speziellen Produkteigenschaften Tiefe erhält, die Idee auch, im weitesten Sinne, philosophisch trägt, und dadurch die Eingeschränktheit und Eindimensionalität anderer Werkstoffe überwinden kann.



















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