Vom Stummfilm bis zur Blaxploitation

MoMA, New York

– 30. April 2017

moma.org


„Making Faces: Images of Exploitation and Empowerment in Cinema“ zeigt Filme vom Stummfilm bis zur Blaxploitation, Hollywoodfilme sowie B-Movies und beschäftigt sich kritisch mit dem stereotypischen Image der gespielten Rollen.




Als Pioniere der Filmgeschichte gelten die Brüder Skladanowsky, die im November 1895 die erste Filmvorführung vor zahlendem Publikum zeigten. Seitdem ist in der Filmbranche viel passiert: Nach dem Stummfilm kam 1927 der erste Tonfilm. Zeitgleich zum Tief der amerikanischen Wirtschaft in den 1930er-Jahren folgte der Aufschwung der Hollywoodfilme mit Happy End und die „goldene Ära“ des Kinos begann. Zu der Zeit entstanden auch die sogenannten B-Movies, Filme mit geringem Budget und niedrigerem Anspruch. Aus diesem Genre entwickelten sich die sogenannten Exploitationfilme (das französische Wort „exploiter“ bedeutet ausbeuten), in denen

Themen wie Gewalt, Sex und das Einnehmen von Drogen zu sehen sind. In den 1970er-Jahren gewannen diese Filme an Popularität, entwickelten sich weiter in Richtungen wie Blaxploitation, wobei einige der Filme noch heute als Kult gelten.

Die Ausstellung „Making Faces: Images of Exploitation and Empowerment in Cinema“ geht auf die Filmgeschichte von 1910 bis 1970 ein und beschäftigt sich mit den damals gezeigten Bildern von Rasse und Gender im Film. Dafür greift das MoMA auf seine Kollektion von Filmstills zurück, Bilder, die die Hollywood-Studios verwendeten, um einen Film zu bewerben, die jedoch auch ein Zeitdokument der damaligen Ideale und Vorstellungen sind. Sie zeigen Schauspieler, die mit ihren Rollen die gesellschaftlichen Stereotypen wiederspiegelten oder dagegen rebellierten. Durch visuelle Elemente wie Make-up, Kleidung und Gesten vermitteln sie auf den Bildern eine Rolle und ein Statement.

Dieses Thema hat bis heute Relevanz. So schreibt Dan Schoenbrun im Filmmaker-Magazin:

„[…] jeder Film ist ein politisches Statement. Jeder Film repräsentiert bestimmte Werte und verbreitet diese Werte in der Gesellschaft.“ 



















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