Were It As If.
Bik Van der Pol

Witte de With Center for Contemporary Art, Rotterdam

– 21. August 2016

wdw.nl


Im Kontext des 25-jährigen Jubiläums der Kunstinstitution Witte de With in Rotterdam widmet sich das niederländische Künstlerduo Bik Van der Pol in einer Ausstellung sowohl der Geschichte des Instituts als auch der Entwicklung von Kunstprojekten in der Stadt. Dabei gehen die beiden den Fragen nach, was im täglichen Betrieb einer Kulturinstitution übersehen und vergessen werden kann und inwieweit Künstler verantwortliche Mitgestalter für den Auftritt und die Politik einer Institution sein können. 




Die Zusammenarbeit zwischen Witte de With und Bik Van der Pol, die bereits im Juni 2015 begann, fand im engen Austausch mit Museumsmitarbeitern und verschiedenen Künstlern statt, die sich gemeinsam mit der umfangreichen Ausstellungsgeschichte der Institution auseinandersetzten und dabei Werke von verschiedenen Künstlern wie John Ahearn, Jef Geys, Ken Lum, Antoni Muntadas, Eugenio Dittborn, Eleanor Bond, John Knight und Allan Sekula wiederentdeckten. In diesem Kontext wurden scheinbare Randmaterialien des Instituts, wie archivierte Dokumente, zu Kunstobjekten erhoben und Kunstwerke als Quell- beziehungsweise Ausgangsmaterial angesehen. Das Ziel der Ausstellung „Were It As If. Bik Van der Pol“ ist es, neue Aspekte aus der Vergangenheit des Instituts anhand von Dokumentationsmaterial zu vergangenen Ausstellungen am Witte de With hervorzuheben. Darüber hinaus spielen ebenso vergessene und verschwundene Räume in Rotterdam eine Rolle, die für die Arbeiten von Künstlern am Witte de With als Ausgangspunkt dienten – wie beispielsweise Perron Nul, ein ehemaliges Methadon-Verteilerzentrum für Drogenabhängige in der Nähe des Bahnhofs sowie der stillgelegte Straßenstrichbereich „Tippelzone“, in dem es zwischen Prostituierten, protestierenden Bürgern und Künstlerinitiativen wie Kaus Australis und Kunst and Complex immer wieder zu Auseinandersetzungen kam.   

 

Witte de With ist eine 1990 ins Leben gerufene Institution für zeitgenössische Kunst, die mit Ausstellungen und theoretisch-pädagogischen Programmen eine Plattform für kritische Reflexionen zum Kunstdiskurs bietet.




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