You Say You Want a Revolution? Records and Rebels 1966–1970

Victoria and Albert Museum, London

– 26. Februar 2017

vam.ac.uk


Viele der sozialen Bewegungen, die wir heute kennen, haben ihren Ursprung in den Revolutionen der 1968er-Jahre. Die aktuelle Ausstellung im Victoria and Albert Museum erkundet die Bedeutung und den Einfluss des politischen Aktivismus dieser Zeit, wie er sich in Musik und Performances, Mode, Film und Design ausdrückt. Die Frage, ob die Revolutionen der 1960er die Art und Weise verändert haben, wie wir heute leben und über die Zukunft denken, ist dabei wesentlich.




Die Ausstellung legt ihren Fokus auf die Jahre von 1966 bis 1970, dem Durchbruch der Revolutionen und sozialen Bewegungen der 1960er. Durch den Eintritt der USA in den Vietnamkrieg verstärkte sich die Antikriegsbewegung, gleichzeitig traten Menschen für Schwulenrechte ein, die Black Panthers wurden gegründet, Frauenrechtsgruppen demonstrierten für Gleichheit. Die Ideale von damals umfassten viele Lebensbereiche. Neben freier Liebe, sexueller Revolution und Selbstverwirklichung war auch die Idee des kommunalen Zusammenlebens verbreitet.

Ein Höhepunkt war das 1969 stattfindende Woodstock-Festival „of Peace and Music“.

Musik, als eine Form der Kommunikation und Meinungsäußerung war immer ein Kanal für Emotionen und Protest. Der Ausstellungstitel „You Say You Want a Revolution?“ ist wohl eines der bekanntesten Lieder der Beatles. Das Victoria and Albert Museum ruft im Zuge der Ausstellung dazu auf, eine Musikplaylist bestehend aus Protestsongs zusammenzustellen. Dafür werden Besucher aufgerufen kollektiv eine Spotify-Playliste mit Liedern von damals und heute zu gesellschaftlich relevanten Themen wie Rasse, Feminismus, Krieg oder Antikapitalismus zusammenzustellen und hochzuladen. Online gibt es auch die Rubrik Meet the Rebels, die dem Nutzer die Möglichkeit gibt, Interviews mit Zeitzeugen zu hören.

Um die Ausstellung abzurunden, wird die wichtige Frage gestellt: How does social change happen? [Wie gelingt sozialer Wandel?]. Unabhängig davon, ob wir uns im Jahr 1966 oder 2017 befinden, wird die Möglichkeit, soziale und politische Veränderungen herbeizuführen, diskutiert. Um die heutige Situation zu ergründen, hat die Online-Jugendmediaorganisation News Peeks politische Theoretiker interviewt.

Bis 26. Februar 2017 ist die umfangreiche Ausstellung noch zu sehen. Wer sich nach dem Besuch im Victoria and Albert Museum auch außerhalb dieser Mauern weiterbilden möchte, kann sich für einen Stadtrundgang die Londonkarte Walk the Revolution herunterladen, in der die Hotspots der Sixties in London verzeichnet sind.

 

 



















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