Zài Xīng Tǔ Mù –
Sechzehn chinesische Museen, fünfzehn chinesische Architekten

Aedes Architekturforum, Berlin

– 13. Oktober 2016

aedes-arc.de


Die schnelle Urbanisierung der letzten 30 Jahre hat in China für einen regelrechten „Museums-Boom“ gesorgt, bei dem eine Vielzahl an neuen Bauprojekten zustande gekommen ist. Die neuen Museumsbauten sowie ihre Programme und Rollen sind oftmals Spiegel des Wunsches nach tieferen kulturellen Wurzeln, den die neue, wachsende Mittelschicht Chinas äußert. Neben ungefähr 500 Museen privater Sammler oder kommerzieller Firmen, existieren gegenwärtig über 3.500 Museen in China.




Die Ausstellung „Zài Xīng Tǔ Mù– sechzehn chinesische Museen, fünfzehn chinesische Architekten“ analysiert die Rolle, die Museen als Antriebskraft des Fortschritts innerhalb der sozio-politischen und kulturellen Landschaft Chinas heute spielen. Der Fokus wird auf 16 Museen gelegt, die im Hinblick auf ihre Aufgaben und Ziele als Fallstudien untersucht werden. Hierbei werden folgende entscheidende Fragen diskutiert: Wie wird lokale und nationale Identität durch Museumsarchitektur und -kuratierung definiert? Wie funktioniert das Museum im Kontext seines lokalen, sozialen und urbanen Umfelds? Welche Form wurde als die den Funktionen und Kontexten eines Museums am ehesten entsprechende definiert? Wie beeinflusst das Programm die räumliche Gestalt?

 

15 der 16 vorgestellten Museen wurden von Architekten als Neu- oder Umbauten entworfen, während das zusätzliche Beispiel, das Workers Museum bei Peking, eine Ausnahme bildet. Das aus einer NGO-Initiative heraus entstandene Museum wurde in einer ehemaligen Industrieanlage umgesetzt und ist ein Beispiel für Architektur ohne Architekten und die Dringlichkeit von gesellschaftlicher Identität und Heimat. Jedes der 15 weiteren Museen repräsentiert einen Architekten. Weiterführende Informationen zu den Architekten, Künstlern, Kuratoren und Sammlern, über den urbanen Kontext, den Auftrag und die Schwierigkeiten, im China der Gegenwart ein Museum zu realisieren, werden den Besuchern anhand von Videointerviews geboten. Neben diesen baut die Ausstellung auf zwei weiteren Grundbausteinen auf. Zum einen wird von Dr. Eduard Kögel, dem Kurator der Ausstellung, die Recherche und Analyse zum Thema vorgestellt, wodurch zusätzliche Perspektiven zustande kommen. Des Weiteren werden die thematisierten Museen nicht durch Fotografien dokumentiert, sondern durch Ölgemälde des Malers Yiming Liao aus dem Künstlerdorf Dafen bei Shenzhen interpretiert. Die daraus resultierenden Gemälde werden in einem traditionellen museumsartigen Ausstellungslayout und zusammen mit einer Auswahl an Modellen präsentiert. 



















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