Zero.
Let Us Explore the Stars

Stedelijk Museum, Amsterdam

– 8. November 2015

stedelijk.nl


Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und den düsteren Jahren des Wiederaufbaus, kam eine Gruppe junger Künstler mit dem Ziel zusammen, eine neue Zukunft für die Kunst zu erschaffen. Angetrieben vom Wunsch, radikale neue Wege zu suchen, teilten sie einen optimistischen, experimentellen und forschenden Ansatz. Diese Künstlergruppe nannte sich Zero.





In den 1950er- und 1960er-Jahren experimentierte sie mit innovativen Materialien und neuesten Medien. 1962 fand im Stedelijk Museum in Amsterdam ihre erste Präsentation innerhalb eines Museums statt und ein paar Jahre später folgte mit „Nul“ eine Ausstellung, die heute als Höhepunkt der Bewegung gesehen wird. Nun, nach 50 Jahren, präsentiert das Stedelijk Museum, das folglich von Anfang an mit der Gruppe verbunden war, mit „Zero: Let Us Explore the Stars“ einen historischen Überblick.

 

Die Ausstellung ist eine von insgesamt drei einzelnen Ausstellungen, die in New York, Berlin und Amsterdam stattfinden. Sie alle sind das Ergebnis eines Rechercheprojekts, das neues Licht auf das internationale Netzwerk aus Armando, Heinz Mack, Henk Peeters, Otto Piene, Jan Schoonhoven, Günther Uecker, Lucio Fontana, Yves Klein, Piero Manzoni, Jean Tinguely und Yayoi Kusama werfen möchte. Das Solomon R. Guggenheim Museum, die Zero Foundation und das Stedelijk Museum arbeiteten gemeinsam an diesem Projekt. Mit den drei Ausstellungen machen sie den Vorschlag, Zero als die fehlende Verbindung in der Avantgarde-Kunst des 20. Jahrhunderts zu betrachten.

 

Die Ausstellung in Amsterdam setzt sich aus mehreren Ebenen und Medien zusammen. Sie zeigt Werke aus den Anfangsjahren und gibt Einblicke in erste Ausstellungen der Bewegung, sie präsentiert eine Art Archiv, in dem auch Texte aus der Zeitschrift der Gruppe zu lesen sind und endet mit einem Film, der in Originalaufnahmen vermittelt, wie die Werke, die man gerade noch selbst betrachtet hat, entstanden sind. Wer die Ausstellung besucht, sollte diesen Film auf keinen Fall verpassen. Ergänzt durch alte Interviews und Dokumentationen einzelner Ausstellungen und Performances lässt er die Künstler selbst zu Wort kommen und eröffnet einen weiteren Blick auf die Bewegung. Die verschiedenen Ebenen der Ausstellung funktionieren gerade dann besonders gut, wenn man, nachdem man den Film gesehen hat, ein zweites Mal durch die Räume geht.

 

 

 



















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