Nº 259

Research

IG Portfolio

Toy Design 2020. Spielzeugmacher der Zukunft

Nearch



IG Portfolio

ig.hfg-gmuend.de

 

Das IG Portfolio ist eine Plattform mit Projekten aus dem Studiengang Interaktionsgestaltung der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd. Es ist aus dem IG Wiki entstanden, das seit 2008 als Kollaborations- und Kommunikationsplattform die Semester- und Abschlussarbeiten aus diesem Studiengang gesammelt hat. Die Projekte sind seit Beginn regelmäßig von den Studierenden eingepflegt worden, weswegen mittlerweile knapp 400 aus den verschiedenen Semestern und Fächern dort zu finden sind. Diese Arbeiten stellen eine große Wissensbasis dar, die nun in den Vordergrund rücken soll. Die Studierenden Nikolas Klein und Michael Baisch haben das IG Wiki gemeinsam mit Professor Jens Döring konzeptionell überarbeitet und neu gestaltet. So ist daraus das IG Portfolio entstanden. Die Projekte werden auf der neuen Seite mit Bild- und Videomaterial und einem kurzen Text von den Studierenden selbst eingestellt. Über Angaben zum Semester, dem jeweiligen Kurs, den Studierenden und Betreuern werden sie miteinander verknüpft. Das IG Portfolio wird weiterhin von Nikolas Klein und Michael Baisch betreut, die auch eine lange Liste an Funktionalitäten und kleinen Verbesserungen haben, die sie nach und nach einarbeiten wollen, so zum Beispiel eine englische Version der Seite. Für die Zukunft suchen sie allerdings Engagierte und Studierende aus jüngeren Semestern, an die sie das Projekt weitergeben können.




 

Toy Design 2020. Spielzeugmacher der Zukunft

spielwarenmesse.de

angelacorrado.com

Lena_Muehl@web.de

kowanhyun@naver.com

 

Anfang des Jahres fand in Nürnberg wieder die weltweit größte Spielwarenmesse statt. Im Nachwuchswettbewerb Toy Design 2020, gemeinsam von der Messe und der Fachgruppe Holzspielzeug ausgelobt, wurden die Entwürfe für „das Spielzeug der Zukunft“ von Angela Corrado (USA), Lena Mühl (Deutschland) und Wanhyun Ko (Südkorea) ausgezeichnet. Der erste Preis ging an Angela Corrado, die in ihrem Industriedesignstudium am Rochester Institute of Technology den Bausatz Imagine Fort entwickelt hat. Mit ihrem Set aus Stöcken und Verbindungselementen können Kinder Burgen, Höhlen, Spielplätze und vieles mehr bauen. Die Inspiration dafür kam aus ihrer eigenen Kindheit, in der sie aus Kissen, Decken und Möbeln, die sie sich im Haus ihrer Eltern zusammensuchte, eigene Räume und Strukturen konstruierte. Mit Imagine Fort möchte sie eine Erfahrung schaffen, die Kinder unterhält, sie aber gleichzeitig auch etwas lernen lässt. Momentan finalisiert sie das Design und wird es auch zur New York Design Week im Mai 2015 vorstellen.

Lena Mühls Kreisel Musil ist an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle entstanden. Er vereint zwei Spielklassiker, den Brummkreisel und das Steckspiel, wobei im Mittelpunkt die additive Farbmischung steht. Beim Drehen vermischen sich die Grundfarben Rot, Grün und Blau optisch zu Cyan, Magenta und Gelb. In die Kreiselscheibe können beidseitig lackierte Farbplättchen in beliebiger Anordnung eingesteckt werden. Der Effekt der Farbmischung zeigt sich, wenn die Scheibe über die Brummkreiselmechanik zum Rotieren gebracht wird. Die Scheibe hat sechs durchgehende Löcher, in die die bunten Platten gesteckt werden, sodass sie beim schnellen Kreiseln nicht herausfliegen. Musil eignet sich als Spielzeug für Kleinkinder, aber auch als Anschauungsmaterial für den Einsatz im Physikunterricht oder der Farblehre. Die Scheibe und die sechs Plättchen wurden aus Birkensperrholz gefräst. Der Stab und die kleinen Griffe sind aus gedrechseltem und geöltem Buchenholz. Im Inneren des Stabes befinden sich die stählernen Elemente der Brummkreisel-Mechanik. Die Einzelteile werden mit Metall- und Holzdübeln verbunden.

Das System Zoo Mix von Wanhyun Ko besteht aus drei unterschiedlichen Variationen: einem Affen, einem Elefanten und einem Schaf. Die Einzelteile der Tiere können mit einem Gummiband zusammen- und auseinandergebaut werden. Dehnt man das Gummiband auseinander, kann man es durch die Fugen ziehen, beim Loslassen rasten die Kugeln, die als Gelenke der Tiere dienen, in den Vertiefungen ein. Alle Bauteile funktionieren nach dem gleichen Prinzip und sind auf viele Weisen an die Korpusse anzubringen. So können bekannte Tiere, aber auch neue Fantasiewesen und Objekte entstehen. Motorisch ist es für die Kinder eine Herausforderung, die Einzelteile mit dem gedehnten Gummiband, also unter Spannung, in die Fuge zu bringen. Dazu benötigen manche zunächst Hilfe, auch die Reihenfolge der einzelnen Bauschritte oder die genaue Positionierung muss erst gelernt werden. Wanhyun Ko möchte das Projekt ausbauen und weitere Tiere entwickeln.

 

Über die Gestaltungsprozesse der drei Gewinner berichten wir online unter form.de/dossiers




 

Nearch

nearch.eu

janvaneyck.nl

 

In den Bereichen Archäologie und Kulturerbe haben in den vergangenen 25 Jahren große Veränderungen stattgefunden und beide Disziplinen sind derzeit stark von der Wirtschaftskrise betroffen. Um verschiedene Möglichkeiten zu untersuchen und der heutigen Archäologie neue Wege aufzuweisen, wurde das Langzeitprojekt Nearch (New Scenarios for a Community-Involved Archaeology) ins Leben gerufen. Die europaweite Kooperation mit 14 Partnern aus zehn Ländern läuft bis 2018 unter der Federführung des französischen Inrap Instituts (Institut national de recherches archéologiques préventives). Unterschiedliche Gruppen arbeiten an fünf Schwerpunktthemen. Die Jan van Eyck Academie aus Maastricht ist das einzige Kunst- beziehungsweise Designinstitut unter den Partnern, zu denen etablierte Archäologiefakultäten und -institute wie die University of Oxford, die Universität Leiden und das Deutsche Archäologische Institut zählen. Sie untersucht in Kooperation mit den anderen Institutionen die Gemeinsamkeiten zwischen den Arbeitsmethoden von Archäologen und Künstlern. Im Schwerpunktthema „Die Materialität des Unsichtbaren“ geht es vor allem um den Gedanken, dass alles, was sichtbar ist, etwas Unsichtbares ausdrückt – eine Fotografie, ein Haus, ein Fragment, ein Tag im Leben, ein Kunstwerk oder ein Auto auf der Straße – und genauso, dass alles Materielle etwas Immaterielles ausdrückt – eine Ruine, ein Lichtstrahl, ein Film, eine Kirche. Ziel des Projekts ist die Entwicklung neuer Formen der Wissensvermittlung zwischen Künstlern und Archäologen.




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