4. Dezember 2017

News

100 Prozent Wolle

Museum Europäischer Kulturen, Berlin

– 23. Juni 2019

smb.museum

 

Am 5. November 2017 eröffnete die Sonderaustellung des Museums Europäischer Kulturen zum Thema Wolle in Berlin. Hier soll auf interdisziplinäre Art und Weise die Herkunft, Verarbeitung und der kulturelle Hintergrund des Werkstoffes an alle Altersgruppen vermittelt und die Besucher zum Spielen und Mitmachen angeregt werden.



 

Die Studierenden des dritten Semesters des Studiengangs Bühnenbild Szenischer Raum an der TU Berlin erarbeiteten unter der Leitung von Johann Jörg Konzepte und Szenografien für diese Ausstellung. Umgesetzt wurden die Ausstellungsgestaltung von Margaret Schlenkrich und die mediale Inszenierung von Devin Martini.

Das Thema Wolle eignet sich sehr gut für ein breites Publikum: die Zugänglichkeit und die Vielfältigkeit der Schnittpunkte sind bei fast allen Menschen vorhanden. Die Ausstellung ist so gestaltet, dass die verschiedenen Themenfelder auf interaktive Weise vermittelt werden. Zum Beispiel macht die bekletterbare Schafsskulptur die Herkunft des Werkstoffes erfahrbar. So spielt die Ausstellung sowohl mit nostalgischen als auch mit sinnlichen und intellektuellen Reizen.



 

Wolle ist einer der ältesten, in der europäischen Kultur genutzten Werkstoffe, dies zeigt die Wortherkunft aus dem Indoeuropäischen und deren Verankerung in den verschiedensten europäischen Sprachen. Die Eigenschaften der Faser sind vielfältig, sie ist sowohl wasserabweisend als auch schmutzresistent, isolierend, schwer entflammbar sowie feuchteregulierend. Selbst heute ist es noch nicht möglich geworden, Wollfasern durch synthetische Fasern zu ersetzen. Die Verwendung des Werkstoffes ist demzufolge ebenfalls vielfältig und reicht von Textilien bis hin zu Dämmstoff. Dennoch hat die Wollproduktion in den europäischen Ländern stark abgenommen und die Infrastruktur der Industrie (beispielsweise der Wäschereien) ist mit der Globalisierung nach und nach eingebrochen. Die Abwanderungen der Webereien und die höhere Qualität der neuseeländischen, nepalesischen und südamerikanischen Wollen verlagerte den Prozess und die Verarbeitung in außereuropäische Länder.

In der Ausstellung soll ein umfassendes Bild vermittelt werden, das sowohl den Prozess der Herstellung, wie das Leben eines Schäfers und das Scheren, Kämmen und Waschen, als auch die Verarbeitung zu Garn, Textilien und Baustoffen beleuchtet. Hiermit wird in einer Zeit, die dem Verlust von Traditionen unterliegt, eine Verbindung zu den eigenen kulturellen Wurzeln geschlagen.

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