22. September 2014

News
Architektur des Friedens.
Geteilte Städte

Architekturmuseum der Technischen Universität München

– 19. Oktober 2014

architekturmuseum.de

 

Noch bis zum 19. Oktober zeigt das Architekturmuseum der Technischen Universität in München die Ausstellung „The Good Cause: Architecture of Peace – Divided Cities“. Die Ausstellung zeigt die Ergebnisse und Erfahrungen der internationalen Archis Inventions Plattform zum Thema Postkonfliktsituationen in Kriegsgebieten und Möglichkeiten für aktive Friedenssicherung.



 

Das Architekturmuseum der Technischen Universität in München betreut die größte Spezialsammlung für Architektur in Deutschland. Die aktuelle Ausstellung des Museums wurde von der Plattform Archis Inventions zusammengestellt und zeigt Ergebnisse ihrer jahrelangen Projektarbeit. Archis Inventions ist ein internationaler Verband von Architekten, Stadtplanern und Wissenschaftlern, die weltweit Architekten unterstützen, aktiv zum Wiederaufbau von Städten in ehemaligen Kriegsgebieten und zur Friedenssicherung beizutragen. Es ist ihnen wichtig auch der breiten Öffentlichkeit zu verdeutlichen, dass Wiederaufbau und Städteplanungsstrategien immer die Gefahr mit sich bringen, frühere Konflikte neu zu entfachen.

Die Ausstellung ist in zwei Teile aufgeteilt. Der erste Teil der Ausstellung „Architecture of Peace“ zeigt, wie wichtig die Beachtung von Aspekten wie Bescheidenheit, Kontextsensitivität, Vertrauen, Kontinuität und der Blick für lokale Strukturen ist, um mit den verschiedenen Projekten auch wirklich zu einem erfolgreichen Wiederaufbau beitragen zu können. Die Ausstellung präsentiert hierzu Fallstudien aus verschiedenen Ländern wie zum Beispiel Afghanistan, dem Kosovo, Ruanda, Israel oder Palästina.

Der zweite Teil der Ausstellung „Divided Cities“ befasst sich vor allem mit europäischen Städten, die direkt von einer Teilung betroffen sind, ausgelöst durch gewaltsame Konflikte wie unter anderem in Belfast (Nordirland), Nikosia (Zypern) oder Mostar (Bosnien-Herzegowina). Die Ausstellung präsentiert unterschiedliche Optionen ungelösten Konflikten entgegen zu wirken, mit Hilfe von speziellen Planungs- und Architekturmaßnahmen um die Spaltung zu überwinden. Ein Interessanter Lösungsansatz befasst sich mit der Schaffung von „Thirdspaces“ – sogenannten dritten Orten, virtuell oder real – die durch ihre Neutralität die Möglichkeit bieten gespaltene Gruppen einander wieder näher zu bringen.

 

Parallel zur Ausstellung hat der Verband auch eine neue Publikation „Architecture of Peace – Reloaded“ zum Thema veröffentlicht, die über die Webseite des Museum erhältlich ist. 

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