Architektur in Krieg und Frieden

Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt am Main

15. Januar 2016

dam-online.de


Das Deutsche Architekturmuseum (DAM) verkörpert seit seiner Eröffnung 1984 – wie es der für die Konzeption verantwortliche Architekturhistoriker und ebenfalls Gründungsdirektor Heinrich Klotz formulierte – „die Idee eines Ausstellungs- und Sammlungsortes, den die Architektur ebenso nötig [hat] wie ein Diskussionszentrum“. Es soll sowohl „ein Museum aktueller Auseinandersetzung“ sein, als auch „in historischen Rückblenden die Architekturgeschichte […] erklären“. Seit 1997 ist Wolfgang Voigt stellvertretender Direktor des DAM, der am 15. Januar 2016 im Rahmen eines Symposiums verabschiedet wird.




„Architektur in Krieg und Frieden“ ist der Titel des Symposiums, in dessen Rahmen vier Sprecher zur Architektur des 20. Jahrhunderts im Zusammenhang mit Krieg vortragen. Es beginnt um 16 Uhr mit einer Begrüßung durch den Direktor des DAM, Peter Cachola Schmal, und setzt sich mit den Vorträgen „Am Abgrund der Zeit: Erich Mendelsohns Europavision 1931-1934“ (Ita Heinze-Greenberg, ETH Zürich), „Die Haltung der Zurückhaltung: Deutsche Architektur der Nachkriegsjahrzehnte im Blick von außen“ (Wolfgang Pehnt, Köln), „Orthodoxie und Häresie in der modernen Architekturgeschichte“ (Hartmut Frank, HCU Hamburg) und „Architektur in Uniform. Planen und Bauen für den Zweiten Weltkrieg“ (Jean-Louis Cohen, New York University) fort. Um 19.20 Uhr spricht Wolfgang Voigt zu „Mittellinie 155“ selbst, vor einem Ausklang bei Getränken und kleinem Imbiss.

 

Der Einritt zum Symposium ist frei und eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

 

Jörg Stürzebecher über Wolfgang Voigt:

 

„Klassische Moderne in der Architektur, das lässt offene Grundrisse, große Glasflächen, leichte Tragkonstruktionen und das Flachdach assoziieren. Vergessen wird dabei oft, dass solche Bauten in der Zeit, in der sie entstanden, nicht die Regel, sondern die Ausnahme darstellten und die Vorstellungen der Heroen oft erst Jahrzehnte später, häufig durch Epigonen banalisiert, allgemeine Akzeptanz fanden. Dieses einseitige Bild der Architekturgeschichte zu korrigieren hat Wolfgang Voigt stets als wichtige Aufgabe begriffen und im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt mit zahlreichen von ihm kuratierten Ausstellungen und gewichtigen Publikationen dazu beigetragen, den moderaten und seinerzeit erfolgreichen Kräften ihren Stellenwert zu geben.“


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