26. August 2017

News

Tove Jansson.

Art, Love and Moomins

Gl Strand, Kopenhagen

– 3. September 2017

glstrand.dk

 

Mit „Tove Jansson. Art, Love and Moomins“ zeigt das Gl Strand erstmals in Dänemark eine Ausstellung über das Leben und Wirken der Schriftstellerin und Zeichnerin.



 

Tove Janssons Kinderbuchwelten der Muminfamilie sind weltbekannt und ihre Bücher zählen zu den beliebtesten Geschichten des nördlichen Europas. Die finnlandschwedische Künstlerin (1914–2001) war Meisterin des Zusammenspiels aus Bild und Text und schaffte es, damit nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene zu erreichen und zu berühren. Die Ausstellung „Tove Jansson. Art, Love and Moomins“ bietet einen Überblick über das Gesamtwerk Janssons, das weit über die Mumins hinausgeht. Gemälde, Schriften, Briefe und Reliefs entstanden parallel zu den Kinderbüchern und weisen ebenfalls starke Parallelen zu der bewegten Biografie der Künstlerin auf.

Jansson wuchs als älteste Tochter einer Künstlerfamilie in Helsinki auf. Die Familie, obwohl nicht frei von externen Belastungen und interner Zerrissenheit, prägt sie durch ihre Loyalität untereinander. Jansson lernt bereits als kleines Kind das Zeichnen von ihrer Mutter, einer Grafikerin, und diente ihrem Vater, einem Bildhauer, immer wieder als Vorbild für seine Figuren. Bereits mit 14 Jahren schreibt sie ihr erstes Buch und veröffentlicht Bilder in einigen Zeitschriften, etwa der Garm, einem antifaschistischen Satiremagazin.

Als der Zweite Weltkrieg Finnland erreicht, der jüngere Bruder als Soldat in den Krieg zieht und eine enge jüdische Freundin nach Amerika flieht, veröffentlicht Jansson ihr erstes Buch über die Mumins, einer Familie von kleinen Trollwesen. Diese Familie zeichnet sich durch einen starken inneren Zusammenhalt aus, aber auch durch ihre Offenheit anderen Wesen gegenüber, die einen erweiterten Teil der Familie darstellen und trotz teils sehr markanter Charaktereigenschaften von den Mumins unhinterfragt angenommen werden.



 

In den ersten Büchern zeigt sich die starke Abneigung Janssons gegen den Krieg, der ihr persönliches Umfeld bedroht und auseinander reißt. Die Muminfamilie muss immer wieder externen Bedrohungen begegnen und die Idylle, in der sie leben, aufgeben. Einschneidende persönliche Erlebnisse werden auch in anderen Werken verarbeitet, etwa die kurze, aber intensive Liebesbegegnung mit der Schauspielerin Vivica Bandler oder der Tod ihrer Mutter. Auch ihrer späteren Lebensgefährtin Tuulikki Pietilä wird eine eigene Rolle – Tuutikki – gewidmet. Mit ihr baut sie sich ein kleines Haus auf der winzigen Insel Klovharu in der Nordsee, das 30 Jahre lang das Sommerquartier der Familie wird. Der Bezug zur Natur ist eine weitere Konstante in allen Arbeiten: das Meer, die Weite, das Licht und die Jahreszeiten, die den Lebensrhythmus der Charaktere vorgeben.

Mit der Ausstellung legt das Gl Strand ein besonderes Augenmerk auf die Grundkonstanten, die sich durch alle Arbeiten Janssons ziehen: die Toleranz, die den Umgang der Wesen untereinander prägt, und die Neugier und Lebensfreude, mit denen sie der Welt, trotz externer Bedrohungen begegnen.

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