10. November 2017

News

Beazley Designs of the Year

The Design Museum, London

– 28. Januar 2018

designmuseum.org

 

Die Ausstellung „Beazley Designs of the Year“ zeigt alle Nominierten des Beazley-Designpreises. Die zehnte Nominierung der Designs des Jahres differenziert sich in sechs Kategorien: Architektur, Digital, Mode, Grafik, Produkt und Transport. Die Organisatoren der Ausstellung und des Preises hoffen hiermit, ein wegweisendes Bild der Zukunft aufzuzeigen.



 

Design auszuzeichnen ist ein oft infrage gestellter Prozess. So sind die Teilnahme und das Gewinnen eines Preises in vielen Fällen mit Kosten verbunden. Auch die Vergleichskriterien scheinen schwer erfassbar zu sein. Die Folge ist meist ein Verlust von Transparenz und Glaubwürdigkeit. Auf der anderen Seite fassen Designpreise aktuelle Entwicklungen zusammen, sie kuratieren ein Gesamtbild und können Trends aufzeigen.

Das Design Museum in London ist eine Non-Profit-Organisation, die sich über Eintrittsgelder, Mitgliederbeiträge und Freiwilligenarbeit finanziert. Im November 2016 zog es in sein neues Gebäude in Kensington. Der Beazley-Designpreis wird seit 2016 von der Beazley-Versicherungsgruppe gesponsert, einer Firma, die ihre Versicherungen als „well designed products“ [gut gestaltete Produkte] bezeichnet und für die gutes Design einen hohen Stellenwert hat.

Die Jury des Designpreises besteht aus renommierten Fachleuten der einzelnen Disziplinen, so ist Marcus Engman, Designmanager bei Ikea, und Gerry McGovern, Chefdesigner bei Land Rover. Ein wichtiger Fokus quer durch alle Disziplinen wurde auf sozial oder politisch intervenierende Konzepte gelegt.

So sind im Bereich Digital Emojis, die Frauen in verschiedenen Berufen zeigen, Pokemon Go und ein interaktives Rendering eines syrischen Foltergefängnisses nominiert.

Im Bereich Produkt geht es im Speziellen um marktfähige Innovationen, beispielsweise einen Roboter von Piaggo, der neben dem Menschen herfahrend dessen Einkauf transportiert, den Flax Chair, der aus einem Wachs-Faserverbund besteht und natürlich abbaubar ist, oder den Snoo Smart Sleeper von Fuseproject, eine Babywiege, die in den Schlaf wiegt.

In dem Bereich Architektur sind neben Großprojekten, wie das Port House von Zaha Hadid Architects, auch kleinere, alternative Projekte ausgewählt, wie das Projekt Calais Builds, eine Zeltkonstruktion für Flüchtlingslager oder das Projekt Croft Lodge Studio, eine Fusion aus einem 300 Jahre alten Landhaus und einer neuen integrierenden Hülle.

Im Bereich Grafikdesign sind unter anderem das Magazin Real Review und das Design einer Flüchtlingsflagge zur Teilnahme an Olympia nominiert. In dem Bereich Modes sticht das Merchandise und der Pop-Up-Store von Kanye West and Mat Vlasic for Bravado für Wests neustes heraus. Im bereich Transport kann man die neue Mobilität mit selbstfahrenden Fahrzeugen entdecken.

Die Gewinner werden im Januar bekannt gegeben und auf der Internetseite ist es möglich, sein eigenes Voting abzugeben. Eine Publikation zeigt alle Nominierten und fasst den Wettbewerb zusammen.

Die diverse Auswahl zeigt nicht nur den Fokus der heutigen Designer, sondern auch die Strömungen in unserer Gesellschaft sowie die Lücken der Bedürfnisse, die der Markt sieht.



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