British Design.
From William Morris to the Digital Revolution

Pushkin State Museum of Fine Arts, Moskau

– 30. November 2014

moscowdesignmuseum.ru


Die Ausstellung „British Design: from William Morris to the Digital Revolution“ findet im Rahmen des bilateralen Russisch-Britischen Jahres statt und wird im Pushkin State Museum of Fine Arts in Moskau gezeigt. Die Ausstellung erlaubt es den Besuchern, einen Ausflug in die Vergangenheit und Zukunft des britischen Designs zu unternehmen.




Die Ausstellung möchte zudem als Dialog zum Thema Design Art zwischen dem 19. und 21. Jahrhundert verstanden werden. Hierzu werden zwölf Werke von bekannten Künstlern und Designern des 19. Jahrhunderts aus der Kollektion des Victoria and Albert Museums in London gezeigt, denen 20 Arbeiten zeitgenössischer britischer Designer gegenübergestellt werden.

 

Mit der Industriellen Revolution, die in England ihren Anfang nahm, löste die Massenproduktion die Handwerkskunst ab. Daraufhin folgte die so genannte Arts and Craft Bewegung, deren Gründer und Vorreiter William Morris war. Obwohl Morris mittelalterliche Handwerkstechniken und manuelle Herstellung verehrte, waren seine Werke nicht einfach nur Kopien; sein System basierte auf der kreativen Synthese und Neuerfindung. Sein Zeitgenosse Christopher Dresser gilt als erster unabhängiger und kommerziell erfolgreicher Produktdesigner seiner Zeit. Dresser suchte nach Möglichkeiten, neue Formen ästhetisch, aber trotzdem produzierbar herzustellen und war mit diesem Ansatz seiner Zeit weit voraus.

 

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts haben jedoch digitale Technologien analoge und mechanische Techniken mehr und mehr verdrängt. Seit zu Beginn der 2000er dann mit Hilfe von Computer Modelling, 3D Printing und Laser Cutting nicht mehr nur Einzelanfertigungen, sondern auch fertige Industrieerzeugnisse hergestellt werden konnten, sprach man von der „Digital Revolution“.

 

Die Ausstellung zum Thema britisches Design stellt in diesem Rahmen deshalb Werke aus den verschiedenen Epochen nebeneinander. So sind Möbeltextilien von William Morris Seite an Seite mit der Videoprojektion „Look at your walls“ von Christopher Pearson aus dem Jahr 2006 zu sehen und das Vasenpaar mit dem Titel „Crevasse“ (2008) von Architektin Zaha Hadid wird neben dem Metallgeschirr von Christopher Dresser gezeigt. Zudem lässt der britische Multimediakünstler David Quayola mit seiner Installation „Ravel Landscapes“ (2014) die synästhetischen Konzepte von Komponisten des 20. Jahrhundert wieder aufleben, Musik in Bildern darzustellen.

 

Kuratiert wird die Ausstellung von Alena Sokolnikova, das Ausstellungsdesign ist von ABC  Design unter der Leitung von Stephan Lukyanov entwickelt worden. 


Shop

NÂș 273
Designing Protest

form Design Magazine


Grid one form273 cover 1200 Jetzt bestellen