2. März 2014

News
Distant Observations.
Fukushima in Berlin

Kunstraum Kreuzberg/Bethanien

8. März – 27. April 2014

kunstraumkreuzberg.de

 

Am 11. März 2014 jährt sich die Atomkatastrophe von Fukushima in Japan zum dritten Mal. Eine Katastrophe, deren wirkliches Ausmaß auch jetzt weder absehbar noch begreifbar ist. Die allerdings gleichzeitig auch schon in Vergessenheit geraten zu droht. Im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien stellt sich zum Jahrestag von Fukushima die Frage nach dem Potential der Kunst als Reflexions- und Reaktionsmedium. Am 7. März wird dort um 19 Uhr eine Ausstellung eröffnet, die den Umgang, die Reflektionen und Reaktionen verschiedener Künstler in Auseinandersetzung mit der Atomkraftkatastrophe zeigt.



 

Neben in Berlin lebenden, japanischen Künstlern sind auch solche eingeladen, die sich intensiv mit der japanischen Gesellschaft und Kultur auseinandergesetzt haben. Sie haben die Atomkatastrophe meist nur über die Medien und aus großer räumlicher Entfernung miterlebt. Zentrales Thema der Ausstellung ist daher das Wechselverhältnis zwischen persönlicher Betroffenheit und politischen Handlungsmöglichkeiten angesichts des hoch komplexen und gewaltigen Ereignisses, das weit entfernt stattfand. Außerdem natürlich die Frage: Welche Konsequenzen hat Fukushima für die eigene künstlerische Praxis?

Die Reaktionen der Künstler auf die Geschehnisse in Fukushima sind sehr unterschiedlich und reichen von aktivistischen Videoprojekten über sehr persönliche Reflexionen bis zu einer technikkritischen Rückbesinnung auf die Natur.

Die Ausstellung wird von einem Künstlergespräch begleitet, das am 11. März 2014 um 19 Uhr stattfindet.

 

Der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien zeigt Gruppen- und Themenausstellungen zu aktuellen, sozialen und kulturellen Prozessen, immer in Auseinandersetzung mit den zeitgenössischen Künsten. Seinen Sitz hat der Kunstraum im ehemaligen Diakonissen-Krankenhaus am Mariannenplatz, das an sich schon einen Besuch wert ist. Es wurde 1847 auf Veranlassung von Friedrich-Wilhelm IV nach Plänen von Theodor von Stein als Diakonissen-Krankenhaus erbaut – damals noch vor den Toren der Stadt. Mit der Stilllegung des Krankenhauses 1970 begann ein „Kampf um Bethanien“: Der geplante großflächige Abriss und eine Neubebauung mit sozialen Wohnungen wurde durch Besetzung, Bürgerinitiativen und Denkmalschützer verhindert. Seitdem arbeiten im Hauptgebäude vor allem kulturelle und künstlerische Institutionen. Die Druckwerkstatt des bbk befindet sich im Gebäude, ebenso das Café-Restaurant Die drei Schwestern, einige Künstlerateliers, aber auch Räume, die für Projekte aus dem Bereich Tanz und Theater genutzt werden.

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