Elements of Art and Science

Ars Electronica Center Linz

aec.at


Kunst und Wissenschaft erscheinen im ersten Moment als Gegensätze. Bei näherer Betrachtung weisen die beiden Disziplinen jedoch viele Parallelen auf, die Inspiration, neue Ausdrucksformen und Zugänge für beide Seiten bedeuten können. Das Ars Electronica Center im österreichischen Linz versammelt in einer aktuellen Ausstellung eine große Bandbreite an Projekten, die sich genau an dieser Schnittstelle bewegen und wissenschaftlichen Themen eine neue Präsenz verleihen. 




Zusammen mit dem European Digital Art and Science Network fördert das Ars Electronica Center Künstler, die an der Grenze zur Wissenschaft arbeiten und den Stand der Forschung auf unterschiedlichsten Feldern in ihre Werke einfließen lassen. So wird es zum Beispiel ermöglicht, vor Ort Inspirationen zu sammeln, indem Institute wie CERN oder die Europäische Südsternwarte an einem Artist-in-Residence-Programm teilnehmen und Einblicke in ihre Prozesse und Erkenntnisse gewähren. Die Projekte, die in der Ausstellung „Elements of Art and Science“ gezeigt werden, stammen von Künstlern aus aller Welt und beschäftigen sich mit verschiedensten Themen und Medien. Julian Melchiorri entwickelte etwa ein künstliches Blatt aus organischem Material, das in der Lage ist, eigenständig Fotosynthese zu betreiben. Augmented Hand Series von Golan Levin hingegen lässt mittels Augmented Reality die Hand des Besuchers unnatürliche Formen annehmen, fügt einen zweiten Daumen hinzu, lässt die Handfläche „atmen“ oder verlängert die Finger um zusätzliche Glieder. Doch auch Arbeiten mit einem politischen Unterton sind zu finden, wie James Bridles Watching the Watchers, das über öffentlich zugängliche Satellitenbildquellen wie Google Maps Ansichten von Drohnenstützpunkten einsehbar macht. 

 

 


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