31. August 2017

News

Facetunes

Bielefelder Kunstverein

– 5. November 2017

bielefelder-kunstverein.de

 

Mit der Ausstellung „Facetunes“ stellt der Bielefelder Kunstverein eine Sammlung zeitgenössischer Kunstwerke vor, die sich mit der veränderten Stellung des Gesichts im Zuge aktueller gesellschaftlicher und technologischer Entwicklungen auseinandersetzen.



 

Das Gesicht ist unsere primäre Schnittstelle, um mit der Welt und unseren Mitmenschen in Kontakt zu treten. Alle Sinne sind im Gesicht vereint und wir kommunizieren unser geistiges und emotionales Innenleben am unmittelbarsten darüber. Deshalb gelten Porträts als eine der ältesten und beliebtesten Darstellungsformen in der Kunst. Mit der Digitalisierung treten neben die Darstellung des natürlichen Gesichts nun auch das durch Fotomanipulation verfälschte und das digital produzierte, künstliche Gesicht. Es geht also nicht mehr darum, das Gesicht so präzise wie möglich darzustellen, sondern es möglichst nah an die optimierte Idealvorstellung dessen heranzurücken. Die Ausstellung „Facetunes“ untersucht, welche Rolle das Gesicht in einer Zeit spielt, in der Abbildungen ubiquitär und uneingeschränkt produziert und veröffentlicht werden.

Im Zentrum steht dabei die Frage, inwiefern sich die Entstehungsbedingungen und die Bedeutung des Porträts im Zuge der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen gewandelt haben. Gezeigt werden die Arbeiten zeitgenössischer Künstler, die über verschiedene Medien Gesichter abbilden oder sie als Teil ihrer Arbeit einsetzen. Präsentiert werden unter anderem Videos, Fotografien, Bilder und Installationen von Paolo Cirio, Albrecht Fuchs, Kate Cooper und Britta Thie. Kate Cooper beschäftigt sich in ihren Arbeiten vorwiegend mit der Darstellung des Menschen in Kommerz und Kapitalismus. Der Körper als kommerzielles Gut, das der Präsentation von Objekten und Werten dient, spielt dabei eine zentrale Rolle.

Britta Thie ist unter anderem bekannt für die sechsteilige Youtube-Serie „Transatlantics“, welche sie 2015 veröffentlichte. Zentrale Rollen spielen darin der Selbstdefinierungszwang und die Vermarktung des Privatlebens einer Generation, die den Sprung von einer nicht-digitalen Gesellschaft zu einer digitalen schaffen muss, ohne sich durch die permanente Vernetzung in Belanglosigkeit zu verlieren.

Durch die Auswahl der Künstler erzielt „Facetunes“ einen Diskurs über das Gesicht als ein Medium, das den Menschen mal in all seiner Tiefe zeigt, mal bis zur Unkenntlichkeit entstellt.



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