Fast Fashion

Deutsches Hygiene-Museum, Dresden
– 3. Juli 2016
dhmd.de


Obgleich es allgemein bekannt ist, dass ein Großteil der Kleidungen für den US-amerikanischen und europäischen Modemarkt in China, Indien, Bangladesch, Vietnam oder Kambodscha kostengünstig und unter katastrophalen Arbeitsbedingungen und Löhnen unterhalb des Existenzminimums produziert wird, hat die Nachfrage nach billigen und schnell produzierten Kleidungsstücken in den letzten Jahren nicht nachgelassen. Einen Einblick in „Die Schattenseiten der Mode“ gibt es seit Dezember im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden zu gewinnen.




Ausgehend von einer ökonomischen, ökologischen und ethischen Perspektive auf die Modeindustrie, geht die Ausstellung „Fast Fashion“ der Verantwortung des einzelnen Konsumenten und der Wertschätzung für Mode nach. Dabei hebt Fast Fashion besonders die Hintergründe und Zusammenhänge der Mechanismen hinter der massenhaft produzierten Ware, die nicht selten billige Kopie hochwertiger Entwürfe ist, hervor. Die Produktions- und Konsumprozesse werden anhand von Filmen und Fotografien, Sachinformationen und Statistiken, sowie durch Positionen von verschiedenen Künstlern zur Fast Fashion dokumentiert. Inhaltlich spielen die Themenbereiche Fashion und Victims, Mangel und Überfluss, Global und Lokal, Lohn und Gewinn, Bekleidung und Chemie sowie Bekleidung und Ökobilanz eine Rolle. Es kommen sowohl Kleidungsstücke aus der Haute Couture und der Prêt-à-porter-Mode als auch Konfektionsware zum Einsatz. Im Gegensatz dazu bietet das Slow-Fashion-Lab innovative Produkte und Technologien für einen alternativen Herstellungsprozess an und zeigt auf einem Laufsteg Kollektionen von Designern aus Dresden sowie nachhaltige Mode von der Berliner Fashion Week.


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